Klimaveränderungen

Amerikanische Forscher: Dänemark ist bereit für den Klimawandel

Amerikanische Forscher: Dänemark ist bereit für den Klimawandel

Amerikanische Forscher: Dänemark ist bereit für den Klimawandel

Jon Thulstrup
Jon Thulstrup Online-Redaktion
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Sturmflut in Apenrade im Januar 2017. Foto: Archiv

Dänemark liegt auf einer amerikanischen Liste, die feststellt wie gut einzelne Länder auf den Klimawandel vorbereitet sind, an oberster Stelle.

Dänemark könnte im Falle einer radikalen Klimaveränderung diese weltweit am besten überstehen. Das meinen amerikanische Forscher, die eine Liste erstellt haben, die schätzt, wie sehr einzelnen Staaten durch Klimaveränderungen verwundbar sind, berichtet Videnskab.dk.

Die Liste, auf der Dänemark den ersten Platz belegt, heißt Notre Dame Global Adaption Index (ND-GAIN) und wird von Forschern der amerikanischen University of Notre Dame erstellt. Sie beruht auf Daten von insgesamt 181 Ländern.

„Wir messen viele verschiedenen Indikatoren für, wie verwundbar ein Land auf Klimaveränderungen ist und im solchen Falle, wie das Land damit umgehen kann“, sagt Professor der Politikwissenschaften und einer der tragenden Kräfte hinter der Studie, Patrick Regan.

Norwegen belegt im Vergleich den zweiten Platz, während Deutschland, Finnland und Schweden die Ränge sechs, sieben und acht einnehmen. „Der erste Platz zeigt, dass ihr in Dänemark ein gesundes politisches System vorzeigen könnt. Weil Dänemark ein flaches und niedrigliegendes Land ist, hättet ihr große Herausforderungen bei einem Anstieg des Meeresspiegels. Doch ihr habt die erforderliche politische und soziale Infrastruktur um dies zu bewältigen“, so Regan zu Videnskab.dk.

Die Spitzenplatzierung überrascht den dänischen Professor, Jørgen E. Olesen, der die Klimaanpassungen erforscht, nicht. „Wir müssen ja gestehen, dass wir in einem klimamäßigen ‚El-Dorado‘ leben. Außer der Bedrohung vom Anstieg des Meeresspiegels, haben wir nichts, was unsere Gesundheit oder Nahrungsmittelproduktion stark gefährden könnte“, so Olesen.

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