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Alexander aus Randers ist Dänemarks Youtuber des Jahres

cvt/Ritzau
Kopenhagen
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Alexander Husum
Alexander Husum aus Randers. Foto: Scanpix

Der 19-jährige Alexander Husum aus Randers dreht Videos, in denen er anderen Streiche spielt. „Pranking“ heißt das auf Neudänisch. Mehr als 240.000 Menschen haben seinen Youtube-Kanal abonniert. Und seit Sonnabend darf er sich dänischer Youtuber des Jahres nennen.

Dänemarks Jugend klickt und wischt sich nur so durch die digitalen sozialen Medien. Längst sind es kaum noch die traditionellen Medien, denen sie dabei ihre Zeit und Aufmerksamkeit widmen – sondern vielfach Gleichaltrige, die ohne Ausbildung oder Auftrag einfach machen was ihnen – und ihren Zuschauern und Lesern – gefällt.

Am Sonnabend hat die Firma Splay Networks, die viele der Jugendlichen darin berät, wie sie aus ihrer Popularität finanziellen Gewinn schlagen können, nun in der Royal Arena in Kopenhagen die Guldtuben-Preise verteilt. Youtuber des Jahres wurde Husum mit seinen Videos, und Signe Gren, digitale Beraterin bei der Firma Astrid Haug Bureau, weiß auch, weshalb: „Die Youtuber verstehen es, die Lebenswelt der Jugendlichen anzusprechen und sie behandeln Themen, mit denen die Jugendlichen sich identifizieren können oder die sie beschäftigen“, sagt sie. „Und die Jugendlichen sehen das in großem Maße auch, um durch Pranks (Streiche, Red.) und Challenges (Herausforderungen, Red.) unterhalten zu werden oder um Tipps und gute Ratschläge zum Beispiel zu Makeup durch Tutorials (Anleitungsvideos, Red.) zu bekommen“, so Gren.

Mit Werbung Geld verdienen

Die Zielgruppe der Youtuber sind dabei ganz besonders Jugendliche unter 20 Jahren. Die Jugend nutze Youtube-Kanäle zunehmend als Ersatz für das Fernsehen, abonniert die Videokanäle ihrer Lieblings-Youtuber und wird benachrichtigt, wenn neue Videos hochgeladen wurden. „Das wird mit Sicherheit noch größer werden. Es kommen ständig neue Youtuber dazu, die sich an verschiedene Zielgruppen richten, so dass es sowohl etws für Mädchen in der 2. Klasse als auch für Jungen in der 9. Klasse gibt“, sagt Gren. Die größten dänischen Youtuber produzierten bereits Inhalte auf Englisch, um ihren Markt zu erweitern, berichtet sie.

Für einige von ihnen werden die Sozialen Medien wie Youtube, Facebook, Snapchat und Instagram zum Beruf. Dann nämlich, wenn Unternehmen mit den Jugendlichen „zusammenarbeiten“ wollen. Das heißt im Klartext: Wenn die Jugendlichen von Firmen gesponsert werden und für sie direkt oder indirekt werben. „Wenn Astrid Olsen zum Beispiel Makeup-Tutorials in Zusammenarbeit mit Max Factor macht, dass boostet das vermutlich auch den Verkauf der Produkte, die sie benutzt“, sagt sie.

Alexander Husum in Aktion:

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