Gesundheit

113: Regionen planen neue Notrufnummer bei leichten Verletzungen

dodo
Kopenhagen
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Foto: Mik Eskestad/Ritzau-Scanpix

Statt verschiedene Nummern für beispielsweise den Wacharzt oder den Vergiftungsnotruf sollen sich Bürger künftig nur noch die 113 merken müssen, die sie bei allen nicht lebensgefährlichen Verletzungen oder Krankheiten wählen sollen. Bei schweren Notfällen wird weiter die 112 gelten.

Jede Sekunde kann entscheidend sein, wenn Menschen sich verletzen oder von einer akuten Krankheit betroffen sind – selbst wenn diese nicht lebensbedrohlich ist.

Daher haben die Regionen in Dänemark nun beschlossen, eine gemeinsam Telefonnummer einzurichten, unter der sich die Bürger melden können, wenn sie von kleinere Unfällen betroffen sind. Sie lautet 113.

Nur noch eine Nummer

Der Gedanke dahinter sei, den Menschen die Entscheidung einfacher zu machen, welche Nummer sie wählen müssen, so die stellvertretende Vorsitzende vom dänischen Regionalverband Danske Regioner, Ulla Astman (Sozialdemokraten).

„Es ist leichter für die Bürger, wenn sie sich nur eine Nummer für solche Fälle merken müssen. Derzeit gibt es viele verschiedene Nummern, die man anrufen kann, beispielsweise für den Wacharzt oder den Vergiftungsnotruf“, so Astmann zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Unter der 113 werden die Hilfesuchenden von gesundheitsfachlichem Personal empfangen, dass gegebenenfalls direkt an die betreffenden Abteilungen weiterleiten kann.

Bei Lebensgefahr weiterhin 112

Trotzdem ist es wichtig, dass die neue Nummer nicht mit der weiterhin bestehenden Notrufnummer 112 verwechselt wird.

„Die neue Nummer ist nur für Unfälle und Krankheiten, die nicht lebensgefährlich sind. Bei Lebensgefahr muss weiterhin die 112 gewählt werden.

In den kommenden zwölf Monaten geht es los

Laut Astmann werde beim Wählen der 113 automatisch ermittelt, wo sich der Anrufer im Land befinde und dieser dann automatisch mit Helfern in seiner Nähe verbunden.

Die neue Nummer soll innerhalb der kommenden zwölf Monate eingerichtet sein.

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