Freiwillig gemeldet

Dänischer Tauchlehrer hilft bei Höhlenrettung in Thailand

dodo
Chiang Rai
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Der dänische Tauchlehrer Ivan Kadazic hat geholfen, die ersten vier Jugendlichen zu retten. Foto: STAFF/Ritzau Scanpix

Ivan Karadzic hat sich freiwillig gemeldet, um die eingeschlossene Fußballmannschaft aus der Höhle in Thailand zu befreien. Am Sonntag holten er und die anderen Rettungskräfte die ersten vier Jugendlichen zurück ans Tageslicht.

Seit dem 23. Juni ist eine thailändische Jugendfußballmannschaft mit 12 Jugendlichen und ihrem Trainer in einer überschwemmten Höhle in Thailand gefangen.

Am Sonntag nun wurden die ersten vier Jugendlichen gerettet. Mit dabei war auch der dänische Tauchlehrer Ivan Karadzic, der auf der Insel Koh Tao eine Tauchschule betreibt und sich freiwillig für den Einsatz gemeldet hat.

„Ein voller Erfolg“

„Es war ein voller Erfolg. Wir waren auf alle möglichen Katastrophenszenarien vorbereitet: kaputt gehende Ausrüstung, Panikausbrüche bei den Jugendlichen und erforderliche Wiederbelebungsmaßnahmen, doch nichts davon trat ein“, sagte Ivan Karadzic nach der Rettungsaktion zur Nachrichtenagentur Ritzau.

Er selbst hielt sich dabei auf der Hälfte der circa vier Kilometer langen Strecke auf, die zwischen dem Höhleneingang und dem Aufenthaltsort der Fußballmannschaft liegt.

„Meine Aufgabe war es, dabei zu helfen, die Sauerstoffflaschen auszutauschen“, erzählt der Däne.

Fünf Stunden bis zum Ausgang

Der Tauchgang bis zum Ausgang der Höhle dauert rund fünf Stunden. Einige Passagen der Höhle sind nicht überschwemmt, an diesen Stellen werden die Sauerstoffflaschen ausgetauscht.

Die vier Jugendlichen, die bisher gerettet wurden, beschreibt der Tauchlehrer als ängstlich, aber nicht panisch. „Sie haben gelacht und sich bedankt“, so Karadzic.

Vier weitere Jugendliche gerettet.

Am Montag wurden vier weitere Jugendliche aus der Höhle befreit. Ivan Karadzic war allerdings nicht dabei. „Ich bin so müde, wie ich noch niemals in meinem Leben war. Ich werde mich ausruhen und den Montag nutzen, um meine Kräfte zu sammeln“, so der Tauchlehrer.

Somit befinden sich zum derzeitigen Zeitpunkt noch vier Jugendliche und der Trainer in der Höhle.

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