Bericht der Verkehrsbehörde

Zahl der Verkehrstoten in Dänemark gestiegen

Zahl der Verkehrstoten in Dänemark gestiegen

Zahl der Verkehrstoten in Dänemark gestiegen

dodo/Ritzau
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Verkehrstoten deutlich angestiegen. Foto: Paul Sehstedt

199 Menschen haben laut neuem Bericht der Verkehrsbehörde 2019 ihr Leben im Straßenverkehr verloren. Fast jeder Zweite davon war ein Solo-Unfall. Der Minister ist besorgt.

199 Menschen haben im vergangenen Jahr ihr Leben bei einem Verkehrsunfall in Dänemark verloren. Fast jeder zweite davon war ein Unfall mit lediglich einem Beteiligten.

Das zeigt ein neuer Bericht der Verkehrsbehörde.

2018 lag die Zahl der Verkehrstoten noch bei 171 Personen – 2017 waren es 175.

Verkehrsminister Benny Engelbrecht (Sozialdemokraten) meint, es sei wichtig, diesen negativen Trend schnell wieder aufzuhalten.

„Ich muss sagen, dass es sehr unheimlich ist, diese von der Verkehrsbehörde veröffentlichte Zahl von Verkehrstoten zu lesen“, schreibt der Minister in einem Kommentar.

Hot-Spot Landstraße

Die meisten Solo-Unfälle passieren auf Landstraßen, wo die Geschwindigkeitsbegrenzung höher ist als in den Städten.

„Die Zahlen untermauern erneut, dass die Geschwindigkeit eine große Bedeutung für die Überlebenschance der Verkehrsteilnehmer hat“, sagt Marianne Foldberg Steffensen, Abteilungsleiterin bei der Verkehrsbehörde.

Der Bericht zeigt zudem, dass acht von zehn Verkehrstoten im vergangenen Jahr Männer waren. Einer der Hauptgründe dafür sei laut Steffensen, dass Männer im Vergleich zu Frauen öfter eine Vorliebe für schnelle Autos und Motorräder hätten, und vor allem Motorradfahrer bei schneller Fahrt weniger geschützt seien.

Von den 199 Verkehrstoten in 2019 waren 89 in einem Auto unterwegs, 31 auf einem Fahrrad, 30 waren Fußgänger und 27 fuhren mit dem Motorrad.

Erstmals gingen im vergangenen Jahr auch Elektro-Fahrräder in die Statistik mit ein. 10 Menschen, die mit einem E-Bike unterwegs waren, verloren 2019 ihr Leben bei einem Unfall im Straßenverkehr.

Mehr lesen

Leserbrief

Kristian Pihl Lorentzen
„Frit valg frem for formynderi“