Verkehrsdelikte

Mehr als 1.000 Deutsche zu schnell in Dänemark unterwegs

Mehr als 1.000 Deutsche zu schnell in Dänemark unterwegs

Mehr als 1.000 Deutsche zu schnell in Dänemark unterwegs

Dänemark/Deutschland
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Geschwindigkeitsübertretungen auf dänischem Boden können für Deutsche ins Geld gehen. Foto: Christian Lindgren / Ritzau Scanpix

Für viele Urlauber kann die Fahrt in den Norden ein teures Nachspiel haben, denn Dänemark verschickt neuerdings auch Bußgeldbescheide nach Deutschland. Im vergangenen Jahr hätte das viele deutsche Staatsbürger getroffen.

Dänemark ist dem automatisierten Verfahren des Austausches von Fahrzeughalterdaten beigetreten. Die dänische Polizei schickt nun also auch Bußgeldbescheide nach Deutschland. Das kann für viele deutsche Autofahrer teuer werden.

Im Jahr 2018 seien insgesamt 1.201 deutsche Bürger auf den dänischen Straßen durch eine automatische Geschwindigkeitsmessung erfasst worden, erklärt die Reichspolizei auf Anfrage des „Nordschleswigers“. Hierbei handele es sich bei den Verstößen entweder um zu schnelles Fahren und/oder den Gebrauch eines Mobiltelefons während der Fahrt.

Nur ein Fahrer mit deutscher Nationalität wurde mit einem Mobiltelefon in der Hand erwischt, 620 Fahrer deutscher Nationalität sind bei einer Geschwindigkeitsübertretung „eingefangen“ worden. 98 weitere Fahrer hätten außerorts eine „Kerbe“ nach dem dänischen System verzeichnen können. 447 Fahrer deutscher Nationalität sind trotz Beschilderungen zu schnell gefahren, und 35 Fahrer deutscher Staatsbürgerschaft sind innerorts so viel zu schnell gefahren, dass sie eine „Kerbe“ verzeichnet bekommen hätten, teilt die Reichspolizei mit.

Die von der dänischen Reichspolizei genannten Zahlen beziehen sich auf die Fälle von Übertretungen, die in Dänemark ein Einziehen des Führerscheins auf Bewährung bedeuten würden. In die Statistik sind auch alle deutschen Staatsbürger einberechnet, die in Skandinavien leben und mit Fahrzeugen mit dänischen, norwegischen und schwedischen Nummernschildern unterwegs waren.

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