Coronavirus

Impfstoff: Wirksamkeit auch bei Mutation erwartet 

Impfstoff: Wirksamkeit auch bei Mutation erwartet 

Impfstoff: Wirksamkeit auch bei Mutation erwartet 

dpa/wt
Berlin/Mainz
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Der Impfstoff schützt auch vor der Mutation. Foto: Victoria Jones/PA Wire/dpa

Das Biontech-Pfizer-Vakzin kann aller Voraussicht nach auch vor der in Großbritannien entdeckten Variante des Corona-Virus schützen.

Eine Corona-Mutation aus Großbritannien hat europaweit große Besorgnis ausgelöst.

Was die Wirkung des am Montag von der EU zugelassenen Impfstoffs anbelangte, gibt es jedoch anscheinend keinen Grund zur Sorge.

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Biontech-Chef Ugur Sahin zeigten sich zumindest zuversichtlich, dass der Impfstoff auch gegen die neue Mutation des Virus wirkt.

Aus wissenschaftlicher Sicht sei die Wahrscheinlichkeit dafür hoch, sagte Sahin der Deutschen Presse-Agentur.

„Wir haben den Impfstoff bereits gegen circa 20 andere Virusvarianten mit anderen Mutationen getestet. Die Immunantwort, die durch unseren Impfstoff hervorgerufen wurde, hat stets alle Virusformen inaktiviert.“ Spahn sagte im ZDF, alle Erkenntnisse deuteten im Moment darauf hin, dass die Wirksamkeit bei der neuen Variante nicht beeinträchtigt sei. „Und das wäre natürlich eine sehr, sehr gute Nachricht.“

Variante leichter übertragbar

Dänemark, Deutschland und die meisten anderen europäischen Länder stoppten am Montag die Einreise aus Großbritannien, um eine Verbreitung der Virus-Variante zu verhindern.

Die neue Variante macht neuen Untersuchungen zufolge das Coronavirus sehr wahrscheinlich leichter übertragbar. Zu diesem Schluss kommen Experten der englischen Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE). Sie verweisen dabei auf Erbgut-Untersuchungen der neuen Variante und auf Modellrechnungen zur Ausbreitung. Eine der rund 20 Mutationen der neuen Variante B.1.1.7 dürfte insbesondere dazu beitragen, dass das Virus leichter übertragen werden könne.

Der deutsche Virologe Christian Drosten schrieb zu den PHE-Daten: „Das sieht leider nicht gut aus.“ Positiv sei aber, dass B.1.1.7-Fälle bislang nur in Gebieten zugenommen haben, wo die Gesamtinzidenz hoch oder ansteigend war. „Kontaktreduktion wirkt also auch gegen die Verbreitung der Mutante“, schreibt Drosten.

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