Musik

Ein grenzüberschreitendes Musikprojekt

Ein grenzüberschreitendes Musikprojekt

Ein grenzüberschreitendes Musikprojekt

Maylin Adomat
Flensburg
Zuletzt aktualisiert um:
Michael Kjær und Holger Schreiber experimentieren mit Musik und treten im deutsch-dänischen Grenzland auf. Foto: Maylin Adomat

Die beiden Musiklehrer Michael Kjær aus Apenrade und Holger Schreiber aus Flensburg haben ein deutsch-dänisches Musikprojekt gestartet. Gemeinsam experimentieren sie mit verschiedenen Instrumenten und treten als Duo „Woodwind meets Percussion“ auf.

Michael Kjær und Holger Schreiber haben einiges gemeinsam: Beide sind Musiklehrer, unterrichten an Musikschulen und beide probieren auch gern mal etwas Neues aus.

So kamen die beiden Kollegen vor etwa einem Jahr auf die Idee, gemeinsam Musik zu machen. Zunächst spielten sie nur einige Stücke zusammen, was jedoch noch nicht als Projekt gedacht war.

Während der Corona-Zeit und den damit zusammenhängenden Grenzschließungen konnten sie eine Zeit lang nur noch online üben.

Dennoch hatten sie in dieser Zeit eine sehr kreative Phase, in der sie Musikstücke aufnahmen, diese dem jeweils anderen per Video zuschickten, das Stück ergänzten und wieder zurückschickten. Auf diese etwas ungewöhnliche Weise entstanden viele neue und innovative Musikstücke.

Das musikalische Spektrum reicht hierbei von Klassik über Jazz bis hin zu südamerikanischer Musik.

Die beiden Musiker experimentierten hierbei auch mit ihren Instrumenten, um herauszufinden, was in welchem Stück besonders gut harmoniert.

Die beiden Musiker üben gemeinsam in Schreibers Musikschule in Flensburg. Foto: Maylin Adomat

Nach Lockerung der Corona-Vorschriften und Öffnung der Grenzen spielten Michael Kjær und Holger Schreiber einige Male zusammen auf der Straße in Flensburg und auch in Sonderburg. In Sonderburg konnten sie am 18. September 2020 auch ein richtiges Konzert spielen, das, den beiden Musikern zufolge, beim Publikum sehr gut ankam.

Konzerte zu spielen sei jedoch für die beiden ebenso wenig das Ziel wie Musik auf der Straße zu machen, sagt Holger Schreiber. Vielmehr sei ihre Idee, im Rahmen von kulturellen oder politischen Veranstaltungen aufzutreten und diese Veranstaltungen etwa mit zwei Musikstücken zu Beginn, in der Mitte und am Ende zu „umrahmen“.

Das Duo möchte jedoch gerne weiterhin auf beiden Seiten der Grenze auftreten, denn „alles was wir machen ist grenzüberschreitend“, erklärt Holger Schreiber.

In Dänemark sei es jedoch, vor allem in Corona-Zeiten, nicht immer ganz einfach, eine Genehmigung für einen Auftritt zu bekommen, ergänzt er.

Beide Musiker arbeiten zurzeit noch weiter an ihren Musikstücken und ihrem Konzept und hoffen, in der Zeit nach Corona mit ihrem Projekt richtig durchstarten zu können.

Unter www.schlagzeugschule-schreiber.de vermittelt ein kleiner Trailer einen ersten Eindruck von der Musik der Duos.

Mehr lesen