Kriminalität

U-Haft für mutmaßlichen Amokfahrer

U-Haft für mutmaßlichen Amokfahrer

U-Haft für mutmaßlichen Amokfahrer

Ritzau/hm
Aarhus
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Ein 20-jähriger muss für vier Wochen in U-Haft. Der Richter sah genug Hinweise darauf, dess der junge Mann einen Polizisten mit seinem Auto schwer verletzte. Ein anderer konnte sich durch einen Sprung retten. Foto: Presse-Fotos.dk/Ritzau Scanpix

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Ein Polizist konnte sich durch einen Sprung retten, als ein Autofahrer seinen Wagen mit hoher Geschwindigkeit auf den Beamten lenkte. Einen anderen Beamten fuhr er nur einen Augenblick später an. Dieser wurde schwer verletzt.

Ein 20-jähriger Mann, der beschuldigt wird, in Aarhus einen Polizeibeamten angefahren und schwer verletzt zu haben, bleibt bis zum 16. Juli in Untersuchungshaft. Dies ordnete ein Haftrichter in Aarhus am Montagnachmittag an.

Dem Inhaftierten wird zur Last gelegt, am Freitagabend mit hoher Geschwindigkeit auf einen ersten Polizeibeamten zugesteuert zu haben, der sich durch einen Sprung retten konnte. Danach soll er auf die Kreuzung Åby Ringvej/Silkeborgvej zugefahren sein. Die rote Ampel ignorierend fuhr er auf einen zweiten Polizeibeamten zu, der gerade dabei war, eine Nagelsperre, sogenannte Stop Sticks, zu errichten, um den Fahrer zu stoppen. Er erfasste den Polizisten.

Polizist schwer verletzt

Der Beamte zog sich mehrere Hirnblutungen und einen teilweisen Lungenkollaps zu. Er befindet sich in einem kritischen Zustand.

Die Verhandlung fand vor verschlossenen Türen statt. Der Beschuldigte streitet die Tat ab, äußerte sich aber nicht weiter zu den Vorwürfen und will vor dem Landgericht gegen die U-Haft vorgehen. Der Mann, groß und muskulös, wurde von Beamten gefesselt zur Verhandlung geführt.

Groß angelegte Fahndung

Der mutmaßliche Täter wurde in Brabrand kurz vor 24 Uhr in der Nacht auf Montag nach einer groß angelegten Fahndung festgenommen.

Neben der Körperverletzung werden dem Mann weitere Vergehen in Zusammenhang mit der Flucht angelastet, unter anderem das Überfahren einer roten Ampel und Geschwindigkeitsüberschreitung von 100 Kilometer pro Stunde bei erlaubten 50.

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