Urteil

Explosion vor Steuerbehörde - zwei Schweden verurteilt

Explosion vor Steuerbehörde - zwei Schweden verurteilt

Explosion vor Steuerbehörde - zwei Schweden verurteilt

dpa
Kopenhagen
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Im August 2019 wurde ein Sprengstoffanschlag auf die Steuerbehörde Skattestyrelsen in Kopenhagen verübt. Foto: Philip Davali, Ritzau/Scanpix

Das Gericht folgte nicht der Forderung der Staatsanwaltschaft nach einer Verurteilung wegen einer terrorähnlichen Handlung.

Zwei junge Schweden sind wegen einer schweren Explosion vor der Steuerverwaltung in Kopenhagen zu fünf beziehungsweise vier Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Gericht in Kopenhagen sprach die 23 und 24 Jahre alten Männer am Donnerstag schuldig, einen Sprengsatz im August 2019 in die dänische Hauptstadt transportiert und dort vor dem Behördenbau zur Detonation gebracht zu haben. Außerdem werden die beiden dauerhaft aus Dänemark ausgewiesen. Sie können gegen das Urteil innerhalb von 14 Tagen Berufung einlegen.

Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre Gefängnis für die Männer gefordert und eine Verurteilung wegen einer terrorähnlichen Handlung angestrebt. Dem folgte das Gericht nicht. Die Angeklagten hatten sich nicht schuldig bekannt, aber eingeräumt, gemeinsam in einem Fahrzeug aus dem südschwedischen Malmö nach Kopenhagen gefahren zu sein. In ihren Angaben zu der Fahrt widersprachen sie sich jedoch.

Bei der Explosion unmittelbar vor dem Eingangsbereich der Steuerverwaltung Skattestyrelsen waren schwere Schäden am Gebäude in Höhe von mehr als 800 000 Euro entstanden. Schwerer verletzt worden war aber niemand. Das Verwaltungsgebäude liegt im Norden Kopenhagens am Bahnhof Nordhavn im Stadtteil Østerbro.

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