Messerattacke in Zug aus Hamburg

Zwei Schwerverletzte und ein Toter am Flensburger Bahnhof

Gerrit Hencke/shz.de
Flensburg
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Ein Mann sticht im Intercity auf einen Fahrgast ein. Die Polizei soll den Angreifer erschossen haben.

Der Bahnhof in Flensburg ist nach einem tödlichen Zwischenfall am Mittwoch vorübergehend gesperrt worden. Wie Hanspeter Schwartz von der Bundespolizei in Flensburg auf Nachfrage von shz.de mitteilte, sind zwei Personen in einem Zug aus Hamburg bei einer Messerattacke zum Teil schwer und eine Person tödlich verletzt worden. Weitere Angaben könnten derzeit nicht gemacht werden, sagte Schwartz am Abend.

Nach Informationen der „Bild“-Zeitung soll die Polizei den Angreifer erschossen haben. Zuvor habe der Angreifer eine Person in einem Waggon attackiert und schwer verletzt. Nach Ankunft des Intercity 2406 aus Köln (über Hamburg) im Flensburger Bahnhof sollen dann gegen 19.06 Uhr zwei Polizisten hinzugekommen sein, die ebenfalls angegriffen wurden. Eine 22-jährige Polizistin wurde dabei verletzt. Die Polizei teilte am Mittwochabend mit, dass die Beamtin ihre dienstliche Schusswaffe eingesetzt hat. Über den Täter ist bisher nichts bekannt.

Der Bahnhof wurde gegen 19 Uhr weiträumig abgesperrt. 30 Reisende aus dem IC wurden evakuiert. Auch Zufahrtsstraßen wurden gesperrt und der Zugverkehr eingestellt. Am späten Abend war der Bahnhof wieder geöffnet. Rettungskräfte und die Polizei waren weiterhin vor Ort. Die Hintergründe sind bislang unklar.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Aktuelle Informationen auf shz.de.

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