Jollenhafen

Viele Steine, Aussicht keine!

Viele Steine, Aussicht keine!

Viele Steine, Aussicht keine!

Paul Sehstedt
Loddenhoi/Loddenhøj
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Momentan steht das Gerüst der Badebrücke am Strand von Loddenhoi mitten in einer Steinwüste. Foto: Paul Sehstedt

Der Blaue-Flaggen-Strand Loddenhoi wird dem Jollenhafen angepasst. Das bedeutet, dass der Badesteg wahrscheinlich nach Süden versetzt werden muss.

Nach dem Bau des umstrittenen Jollenhafens haben die Gegner jetzt wieder neuen Zündstoff für ihre Proteste erhalten, nachdem der Sandstrand sich seit dem Herbst in eine Steinwüste verwandelt hat. Eine Versetzung des Badestegs nach Süden könnte die Konsequenz sein. Außenstehende Beobachter kommen bei dem breiten Steinstreifen am Strand und der fehlenden Aussicht auf eine friedliche, nachbarschaftliche Lösung des Konfliktes die Dichterworte „Viele Steine, müde Beine, Aussicht keine, Heinrich Heine.“ ins Gedächtnis, die der Dichter in das Gipfelbuch des Brockens eingetragen haben soll.

„Die Aussicht, dass die Gemüter in Loddenhoi sich beruhigen, ist eher gering, aber der Technische Ausschuss hofft, dass dies geschieht“, antwortet Arne Leyh Petersen (DF), Vorsitzender des Technischen Ausschusses der Kommune Apenrade, auf die Frage des „Nordschleswigers“, wer für die technischen Arbeiten zuständig ist, wenn der Badesteg noch vor der Badesaison gegebenenfalls an einen südlicheren Standort versetzt werden sollte.

Die tiefgreifende Antwort kam von Teamleiter Tom Wienke: „Im Prinzip gehört der Steg der Kommune, und die Mitarbeiter des Campingplatzes haben bisher beim jährlichen Auf- und Abbau geholfen. Da der Steg aber nun versetzt werden soll, werden wir uns mit den Grundbesitzern und unserer Naturabteilung zusammensetzen, um den richtigen Platz zu finden.“

Die Kommune Apenrade warnte im August des vergangenen Jahres mit Schildern vor dem Baden zwischen der Südmole des neuen Jollenhafens und dem instandgesetzten Badesteg. Foto: Paul Sehstedt

„Der Badesteg wird ins Meer hinausragen. Soll die Küstenverwaltung ihre Zustimmung erteilen?

„Ja, das soll sie, weil sie für das Gewässer zuständig ist, während die Kommune an Land entscheidet.“

„Der Sandstrand hat sich seit dem Herbst in einen breiten Steinstrand verwandelt, obwohl die Jollengilde vertragsgemäß das Gelände zwischen dem Badesteg und der südlichen Mole umfangreich mit Strandsand auffüllen ließ. Wer soll jetzt eintreten?

„Die Wiederherstellung des Badestrandes ist Aufgabe der Kommune, und die Frage, wer für die Kosten aufkommt, muss zwischen der Kommune und einem anderen Gegenüber geklärt werden. Die Auffüllung, die die Jollengilde vornahm, hat sich nicht setzen können und wurde von der Erosion fortgespült.“

„Ein Toilettenwagen ist auf dem Parkplatz im Gebüsch zum Møllebæk hin aufgestellt worden. Wer ist der Eigentümer?

„Wir sind schon von Bürgern auf den Wagen aufmerksam gemacht worden und unsere für den Bebauungsplan zuständigen Mitarbeiter untersuchen zurzeit, ob er dort stehen darf. Besitzer ist die Jollengilde“, erklärt Tom Wienke. „Auf jeden Fall wird vor der Badesaison einiges in die Wege geleitet werden.“

Im Dialog mit dem sogenannten Freiluftrat wurde im vergangenen Sommer vom Baden im Strandgebiet zwischen dem Jollenhafen und dem Badesteg von der Kommune abgeraten, da sich die Bodenverhältnisse drastisch geändert hatten. Eine eindeutige Erklärung für die Änderung ist nicht gefunden worden, jedoch machen die Gegner des Jollenhafens die Anlage dafür verantwortlich.

Vier der öffentlichen Strände in der Kommune Apenrade wurden vom Freiluftrat in der Bewertung der 25 mit der besten Badewasserqualität aufgenommen, davon erlangte Sandskær Strand den ersten Platz und Uge Lystfiskeri og Camping in Uk (Uge) einen geteilten zweiten Rang.

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Leitartikel

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
„Impfnationalismus: Vom Paulus zum Saulus?“