Kunsthandel zieht in Matas-Gebäude

Mit eigener Werkstatt in die erste Reihe

Gesche Picolin
Gesche Picolin Journalistin
Apenrade/Aabenraa
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Zentral gelegen, und doch etwas ab vom Schuss: Der Apenrader Kunsthandel. Foto: Malik Volkmann

Der Apenrader Kunsthandel zieht mitten in die City – ins ehemalige Matas-Gebäude. Die Räume in der Fußgängerzone haben einen ganz besonderen Vorteil für die Künstler – und die Kunden.

Der Apenrader Kunsthandel hat gerade einmal zwei Jahre am Mutter Stahlboms Plads verbracht. Doch die Gelegenheit ist gekommen, in die „erste Reihe“ umzuziehen. Und zwar ins ehemalige Matas-Gebäude, wo zwischenzeitlich unter dem Namen „Bylab“ die aktuelle Stadtentwicklung anhand eines Modells veranschaulicht wurde. „Obwohl wir jetzt schon in der Fußgängerzone liegen, befinden wir uns etwas abseits, weil die Leute hier vorbei hasten. Darum möchten wir gerne mit in die erste Reihe, und wir wünschen uns auch mehr Platz“, erzählt Malerin Anne Lildholdt Jensen, eine der vier Künstlerinnen und Künstler, die gemeinsam den Apenrader Kunsthandel betreiben.

Das sonnengelbe Matas-Gebäude liegt zentral in der Apenrader City. Hier ist genug Platz für eine dem Geschäft angeschlossene Werkstatt. Foto: Malik Volkmann

Eine der anderen ist die Töpferin Mette Joensen. Obwohl sie bei sich zuhause eine Werkstatt hat, freut sie sich darauf, dass sie demnächst in dem sonnengelben Gebäude am Ramsherred 15 eine Werkstatt mit angeschlossenem Laden zur Verfügung hat. Hier wird es unter anderem einen Keramikofen und eine Druckerpresse geben.

„Auf die Weise können wir die Zeit optimal nutzen, wenn wir gleichzeitig arbeiten können, während wir den Laden offen haben“, so Joensen, und weiter: „Damit können wir dann auch die Öffnungszeiten ausweiten, und ich kann mir vorstellen, dass es den Leuten auch gefällt, uns bei der Arbeit zuzusehen.“

Die Künstlertruppe hat bald mehr Platz als bislang. Foto: Malik Volkmann

Der Apenrader Kunsthandel ist eine Gemeinschaft, bei der der Hauptzweck in der gegenseitigen Inspiration besteht. Es ist somit nicht Sinn der Sache, dass einer oder mehrere der Beteiligten vom Kunsthandel leben können. Nichtsdestotrotz erhält der Kunsthandel viel Unterstützung zu dem großen Schritt, von dem die Künstler schon länger träumen. „Wir haben seit etwa einem Jahr über einen Umzug nachgedacht, und jetzt trauen wir uns. Denn wir erleben, dass sowohl die Apenrader als auch Leute aus ganz Nordschleswig sowie Touristen das, was wir im Apenrader Kunsthandel aufbieten, zu schätzen wissen. Wir haben so gut zu tun, dass wir den Umzug und die Vergrößerung wagen“, erklärt Lildholdt Jensen weiter.

Außer der Malerin und der Keramikerin besteht die Gemeinschaft des Apenrader Kunsthandels auch aus dem Maler und Grafiker Leif Gerhard Nissen und dem Designer Martin Lundgren Jensen.

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