Aabenraa Revue

Auch Witze ohne Sinn können lustig sein

Auch Witze ohne Sinn können lustig sein

Auch Witze ohne Sinn können lustig sein

Apenrade/Aabenraa
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Lone Kühler stand schon 30 Jahre bei der Aabenraa Revy auf der Bühne. Foto: Ludvig Dittmann, JydskeVestkysten

In diesem Jahr gibt es ein besonderes Anliegen für das große Team hinter dem humorvollen Theater. „Aabenraa Revy“ feiert 30-jähriges Jubiläum als Doppeljubiläum, da auch die „Revue-Königin“ Lone Kühler 30 Jahre auf der Bühne stand.

Ausverkauft, aber...

Die „Aabenraa Revy“ spielt am Freitag und Sonntag, den 3. und 4. Mai sowie 10. und 11. Mai. Im Prinzip sind die Vorstellungen ausverkauft, aber es können mit etwas Glück zurückgegebene Tickets gekauft werden. Karten kosten 315 Kronen inkl. Revuemenü und können per Mail angefordert werden unter billet@aabenraarevyen.dk oder per Telefon unter +45 2020 0131.

Die Laienspieler der Aabenraa Revue stehen wieder auf der Bühne. Das 30-jährige Doppeljubiläum wird im Folkehjem begangen und wird zwischen und während der kleinen Sketche mit Liedern sowie einer kleinen Konkurrenz-Geschichte zwischen Mutter und Tochter, Lone und Malene Kühler, unterstrichen.

Mit „Æ Stæ hæ Stadig“, ganz nach Elton John muss Lone Kühler sich an den jüngeren Schauspielern vorbei kämpfen und ihren großen Wert in der Revue-Belegschaft „beweisen". Doch auch nach 30 Jahren steht Kühler mit Stimme, Tanz und Humor immer noch stark auf der Bühne.

Ob die verschiedenen Sketche wie Beispielsweise ein „besoffener Blues“ über Übelkeit, man könnte ihn auch den „Bræk-Blues“ nennen, einem mittelamerikanischen Panflötenspieler oder eine Geschichte über einen neuen Eintrag in „Gunnars Rekordbog“ viel Sinn ergaben – es gibt zumindest keinen aktuellen, politischen Anlass – ist fragwürdig. Doch gelacht wurde dennoch, denn auch das gehört zur Revue.

Bei Musik, Gesang, Tanz und starken Parodien zeigte das Schauspieler-Team definitiv sein Können, wobei lokale Themen im Gegensatz zu früher eher in den Hintergrund gerieten. Somit bestand für den einen oder anderen nicht-Apenrader keine Gefahr für Verständigungsschwierigkeiten bei lokalen „Insidern“.

Verständigungsschwierigkeiten könnte es jedoch für jene gegeben haben, die dem Dialekt „Sønderjysk" nicht mächtig sind – denn von „æ Sproch" wurde kaum abgewichen. So wurden die Ansprache, vielerlei Lieder sowie komplette Sketche auf Sønderjysk gehalten. Den regionalen Klang hatte die gesamte Aufführung somit automatisch.

Wie üblich für die Revue gab es auch den einen oder anderen schlüpfrigen Sketch, verpackt in einer letztendlich harmlosen Alltagsgeschichte.

Abgeschlossen wurde das spaßige Vergnügen mit einer starken Parodie-Reihe von dem neusten Küken im Nest, René Maaløe, und einem anschließenden Potpourri von bekannten Liedern mit neu geschriebenen Texten mit der gesamten Schauspieler-Truppe auf der Bühne.

Die Aabenraa Revy ist empfehlenswert – nur an Karten kommt man zum jetzigen Zeitpunkt schwer ran.

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