DSSV-Vertretertagung

Dickes Lob für Corona-Einsatz

Dickes Lob für Corona-Einsatz

Dickes Lob für Corona-Einsatz

Nordschleswig/Apenrade
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Schulrätin Anke Tästensen und der Schulvorsitzende Thilo Schlechter lobten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DSSV für ihren Einsatz in der Corona-Krise. Foto: Gwyn Nissen

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Die Führung des Deutschen Schul- und Sprachvereins lobte bei seiner Vertretertagung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihren Umgang mit der Corona-Pandemie.

Neue Regeln, ständige Kurswechsel, mal mehr Maßnahmen, mal weniger, kurze Deadlines: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den deutschen Schulen und Kindergärten in Nordschleswig hatten während der Corona-Pandemie jede Menge zu tun, die Corona-Initiativen der Regierung umzusetzen.

Dafür ernteten sie am Dienstagabend bei der Vertretertagung des Deutschen Schul- und Sprachvereins für Nordschleswig (DSSV) von der DSSV-Führung viel Lob.

„Für die ehrenamtlich Tätigen unter uns war dieses Jahr mit der Pandemie wahrscheinlich ein etwas ruhigeres Jahr. Weniger Sitzungen, und wenn, dann oft online von zu Hause. Jedoch haben unsere hauptamtlichen Angestellten, im Schulamt, in den Kindergärten, den Schulen, dem Gymnasium und dem Schulamt ein sehr kompaktes und ungewohntes Jahr hinter sich. Viele neue Situationen mussten gemeistert werden, und viele Sachen waren völlig neu und mussten erst erarbeitet werden“, sagte Welm Friedrichsen, Hauptvorsitzender des DSSV.

Dies sei bestimmt nicht selbstverständlich und die Mitarbeiter hätten vieles an extra Belastungen auf sich genommen, so Friedrichsen: „Ihr habt es meisterlich gehandhabt und alles hat ganz hervorragend geklappt. Dafür möchte ich mich im Namen aller ganz herzlich bei euch allen bedanken.“

Auch positive Effekte

Schulrätin Anke Tästensen machte darauf aufmerksam, dass die Corona-Pandemie auch einige wenige positive Effekte gehabt habe. So sei das Netzwerk zwischen den Schulleiterinnen und Schulleitern der deutschen Schulen in der Corona-Zeit durch einen wöchentlichen Austausch (online) enger geworden.

Auch sie lobte, wie Jens Mittag, Rektor am Deutschen Gymnasium für Nordschleswig (DGN), den Einsatz aller Angestellten.

„Alle Kolleginnen und Kollegen und die allermeisten Schülerinnen und Schüler haben versucht, das Beste aus der Situation und dem virtuellen Unterricht zu machen. In der ersten Lockdownphase im März 2020 hat uns Kollegen die Situation unvorbereitet getroffen und vieles lief im virtuellen Unterricht nicht rund. Ich meine aber, dass wir auf die Kritik der Schüler gehört und versucht haben, sie umzusetzen“, sagte Jens Mittag.

Im Herbst 2020 hatte das DGN eine schulinterne Fortbildung zum virtuellen Unterrichten, in der sich die Lehrkräfte mit der Kritik der Schüler beschäftigt hätten, sodass es in der zweiten Phase laut Mittag „deutlich besser lief.“

Mittag: „Unermesslicher Einsatz“

Jens Mittag bedankte sich bei den Schülern und Eltern, sowie bei den Kolleginnen und Kollegen für „den unermesslichen Einsatz, den sie in dieser Phase geleistet haben.“

„Die Kollegen haben ausnahmslos versucht, den Schülern so viel wie möglich von den erwarteten Lerninhalten zu vermitteln, sie zu ermutigen und ihnen bei allen Problemen zuzuhören“, sagte der Rektor des DGN.

Ein Indiz, dass auch die Schüler das Beste aus der Situation gemacht hätten sei das Examensergebnis der 3g aus diesem Sommer.

Das zweitbeste DGN-Ergebnis

„Dies ist meines Wissens mit der Note 8,6 das zweitbeste Ergebnis, dass am DGN jemals erreicht wurde“, berichtete Mittag.

Das Examen sei zwar unter besonderen Bedingungen abgelaufen, aber dafür sei das Studienrichtungsprojekt – in dem die Schüler zeigen sollen, was sie in drei Jahren am Gymnasium gelernt haben – unter regulären Bedingungen abgelaufen: mit externem Zensor, mündlicher Prüfung und allem, was dazu gehört. Hier hätten die DGN-Schüler im Schnitt mit der Note 8,5 abgeschlossen.

„Wenn im Notenspiegel die 12 tatsächlich die häufigste Note ist, zeigt das in meinen Augen, dass am DGN auch in der Corona-Zeit vernünftig gearbeitet worden ist“, sagte Jens Mittag.

Einsatz trotz Ansteckungsrisiko

Ein dickes Lob gab es auch vom Leiter des sozialpädagogischen Bereichs im DSSV, Stefan Sass, für den Einsatz in den Einrichtungen der Minderheit.

„Angestellte waren und sind durch die große Anzahl betreuter Kinder einem größeren Ansteckungsrisiko ausgesetzt als der Durchschnittsbürger. Mit all diesen Faktoren mussten und müssen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen umgehen – und leisten hier einen hervorragenden und großen Einsatz, für den wir uns auch an dieser Stelle recht herzlich bedanken möchten“, so Sass bei der Vertretertagung.

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