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Corona hat Schuld: Kricketabteilung bei Bov IF wirft das Handtuch

Kricketabteilung bei Bov IF wirft das Handtuch

Kricketabteilung bei Bov IF wirft das Handtuch

jv.dk/kjt
Bau/Bov  
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Kricket bei Bov IF gehört voraussichtlich bald der Vergangenheit an. Foto: Claus Thorsted/JydskeVestkysten

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Der Vorstand der Kricketsparte von Bov IF hat beschlossen, die noch junge Abteilung aufzulösen. Wegen der Corona-Krise haben sich viele Spieler aus Deutschland herausgemeldet, und der eigene Nachwuchs hat das Interesse verloren.

Es sah vielversprechend aus.

Bov IF nahm 2015 eine Cricket-Sparte auf. Es gelang, in Holebüll (Holbøl) ein neues Spielfeld anzulegen, und auch eine Jugendabteilung konnte ins Leben gerufen werden.

Das wird bald der Vergangenheit angehören. Der Kricketvorstand hat entschieden, die Sparte wegen massiven Mitgliederschwundes aufzulösen, berichtet Kollege Henrik Dürr von „JydskeVestkysten“.

Viele Abmeldungen

Schuld an die Misere ist demnach die Corona-Krise.

Ein Großteil der Mannschaftsmitglieder kam aus Flensburg (Flensborg) und sogar aus dem Raum Kiel. Als sie wegen der coronabedingten Grenzschließung nicht mehr nach Dänemark zum Trainieren und Spielen kommen konnten, hatten sich viele nach Vereinen in Deutschland umgeschaut und sind dort geblieben, so Shafi Naib Khail, Leiter der Kricket-Sparte.

Doch auch bei den Akteuren auf dänischer Seite und vor allem bei den Jugendlichen ist das Interesse wegen der Corona-Zwangspause verloren gegangen, ergänzt der Spartenleiter.

Hinzu kam laut Khail, dass in Sonderburg (Sønderborg) eine Kricketmannschaft gegründet wurde und den Konkurrenzkampf um Spieler verschärft hatte.

Zeitweise bestand die Abteilung bei Bov IF laut „jv.dk" aus 20 Akteuren bei den Erwachsenen und 20 Spielern im Jugendbereich.

Die Auflösung der Sparte steht auf der Tagesordnung einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung am 10. November in den Grenzhallen in Krusau (Kruså).

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