Thema der Woche: Wildes Nordschleswig

NiM-Woche am DGN: Von Flöhen und Karotten

NiM-Woche am DGN: Von Flöhen und Karotten

NiM-Woche am DGN: Von Flöhen und Karotten

Max Hey
Max Hey
Apenrade/Aabenraa
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Die Klasse 8b der DPA beim DGN Foto: Max Hey

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Bei der NiM-Woche des Deutschen Gymnasiums für Nordschleswig (DGN) steht dieses Jahr das Thema „wilde Natur“ im Fokus. Dabei erforschen Mädchen und Jungen der deutschen Schulen des Landesteils, betreut vom DGN, Mikroorganismen und Naturkatastrophen. Eine besondere Rolle nimmt außerdem die Fotografie ein.

Das Deutsche Gymnasium für Nordschleswig veranstaltet jedes Jahr die sogenannte NiM-Woche (Naturwissenschaften im Mittelpunkt). Dabei kommen entweder Klassen aus anderen deutschen Schulen zum DGN oder das Projekt findet in den Schulen statt. Während das DGN etwa zu Beginn der Woche schon in Gravenstein (Gråsten) und Tingleff (Tinglev) gastierte, kommen Schülerinnen und Schüler nun von Mittwoch bis Freitag ans DGN.

Dieses Jahr widmen sich die Kinder und Jugendlichen in der NiM-Woche dem Thema „wilde Natur“. „Naturwissenschaften haben viel mit Katastrophen zu tun“, so Jens Mittag, Rektor des DGN. „Das Thema war Ergebnis einer Diskussion“, sagt er. Sie hätten sich dafür entschieden, weil sie es wichtig finden, sich mit der Katastrophe Artensterben zu befassen.
Zwei Schülerinnen und Schüler untersuchen die Mikroorganismen von Karotten. Foto: Max Hey
Zu diesem Thema bereiten unter anderem die Schülerinnen und Schüler der 8b der Deutschen Privatschule Apenrade (DPA), die am Mittwoch beim DGN waren, in kleinen Gruppen Präsentationen zu selbst gewählten Schwerpunkten vor. Dazu gehören Waldbrände, Lawinen, Überschwemmungen, Tsunamis und giftige Algen. Ihre Resultate werden sie dann am Freitag vor Eltern und Lehrern vortragen.

Betreut von Lehrkräften und zwei älteren Schülerinnen und Schülern des DGN, erforschen Klassen mithilfe brandneuer Mikroskope im Rahmen der NiM-Woche zudem diverse Kleinlebewesen, wie etwa Wasserflöhe oder in Karotten und auch in Haaren enthaltene Mikroorganismen.

Anstelle eines Okulares dürfen 7., 8. und 9. Klassen mithilfe eines Handyhalters durch das Mikroskop fotografieren. Die Klasse, die am Ende der sechs Tage das beste Foto geknipst hat, darf sich auf 300 Kronen mehr in der Klassenkasse freuen.

Handykamera samt Halter ersetzt das Okular. Foto: Max Hey

Die NiM-Woche scheint bei den Schülerinnen und Schülern gut anzukommen, und auch der Kontakt zwischen dem DGN und den Kollegen anderer Schulen hat sich, Jens Mittag zufolge, durch das jährliche Projekt verbessert.

Mit der NiM-Woche hofft das DGN, nicht nur das naturwissenschaftliche Interesse der Schülerinnen und Schüler zu fördern, sondern auch das Interesse der Jugendlichen an einer potenziellen Fortsetzung ihrer Schullaufbahn am Deutschen Gymnasium.

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