Umweltschutz

Region vermindert ihren Kohlendioxidausstoß

Region vermindert ihren Kohlendioxidausstoß

Region vermindert ihren Kohlendioxidausstoß

Vejle
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Die Region Süddänemark rüstet die neue Universitätsklinik in Odense mit zusätzlichen Fotovoltaikanlagen aus. Damit können künftig 35 Prozent des Strombedarfs des auch für Nordschleswig zuständigen Krankenhauses gedeckt werden. Foto: Region Süddänemark

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Der Regionsrat Süddänemark hat einstimmig eine Verminderung ihres „Klimafußabdrucks“ um 35 Prozent bis 2030 beschlossen. Die Regionsvorsitzende Stephanie Lose verkündet: 75 Prozent unserer Klimabelastung gehen auf das Konto unserer Einkäufe.

Die Region Süddänemark ist wie andere Bereiche der öffentlichen Hand ebenso wie die Privatwirtschaft und alle Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, Beiträge zum Schutz des Klimas zu leisten.

Energiewende in Süddänemark

Bereits seit Jahren arbeitet die Region, deren Hauptaufgabe der Betrieb der Krankenhäuser und der Gesundheitsversorgung ist, daran, weniger Energie zu verbrauchen, bei Neubauten auf Klimaschutztechnologie zu setzen und selbst Solarstrom zu erzeugen.

Auf seiner Sitzung am Montag hat der Regionsrat in Vejle Beschlüsse gefasst, um die Energiewende in seinem Zuständigkeitsbereich anzukurbeln: Bis 2030 soll beim Betrieb der Regionseinrichtungen der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) um mindestens 35 Prozent verringert werden. Die Ziele sollen durch Senkung des Energieverbrauchs, weniger Abfallproduktion und Umstellung der eigenen Fahrzeugflotte erreicht werden. „Als einer der größten öffentlichen Arbeitsplätze wollen wir vorangehen und in Sachen grüner Umstellung Verantwortung übernehmen“, so die Regionsratsvorsitzende Stephanie Lose (Venstre) während der Regionsratssitzung.

Als Neuerung zählt bei der Berechnung des Treibhausgasausstoßes die ganze Versorgungskette mit, national und international.

Stephanie Lose (Venstre), Regionratsvorsitzende

Durch Einsatz im Gesundheitswesen würde ein Beitrag zum Erreichen der dänischen Klimaschutzziele geleistet. „Als Neuerung zählt bei der Berechnung des Treibhausgasausstoßes die ganze Versorgungskette mit, national und international. Wir wissen, dass 75 Prozent der Klimabelastung der Region aus unseren Einkäufen stammt. Und wenn wir für mehr als 10 Milliarden Kronen jährlich einkaufen, so steckt dort ein großes Potenzial, um die Klimabelastung durch grüneren Einkauf zu vermindern“, erklärte die Spitzenfrau der Region.

Stephanie Lose (Venstre) präsentierte im Regionsrat die neuen Klimaschutzinitiativen. Foto: Michael Drost-Hansen/ Ritzau Scanpix

Der Vorsitzende des Ausschusses für Bauen, Einkauf und die grüne Umstellung, Karsten Uno Petersen (Sozialdemokraten), sagte, dass alle Bereiche und Verhaltensmuster durchleuchtet werden müssten, um die Energievergeudung zu verringern. „Wir stehen bereits im Dialog mit vielen Lieferanten, damit wir weniger klimabelastende Waren kaufen können“, so Uno Petersen und nannte Einwegmaterial als Beispiel, wo Änderungen erforderlich seien. Seit Jahren lässt die Region bereits Klimabilanzen anfertigen, und mit dem Gutachten „Grüne Umstellung 2021“ stehe ein Werkzeugkasten für konkreten Klimaschutz zur Verfügung.

Die Region Süddänemark hat bereits elektrisch betriebene Rettungsfahrzeuge des Unternehmens Falck eingesetzt. Foto: Falck

Während der Regionsratssitzung haben dessen Mitglieder beschlossen, den vorhandenen Solarpark am neuen Universitätshospital in Odense um über 23.000 Quadratmeter zu erweitern. Damit kann künftig ein Drittel des Strombedarfs der neuen Klinik durch Strom aus Fotovoltaikanlagen gedeckt werden.

Investition rechnet sich

Es werden 31,6 Millionen Kronen für die neue Solartechnik eingesetzt. Nach zwölf Jahren rechnet sich die Investition für die Kasse der Region – die Vorteile für die Umwelt außer Acht gelassen. Mit der neuen Anlage in Odense vergrößert sich die Fläche der Solaranlagen der Region auf 81.700 Quadratmeter, die dann 13 Prozent des gesamten Strombedarfs der Region decken. Bisher liegt der Solarstromanteil bei 9 Prozent.

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