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Dienstag, 28. März 2017

Kulturkommentar:
Chancen noch besser nutzen

Wären Stephan Kleinschmidts Visionen einer europäischen Kulturhauptstadt 2017 in Sonderburg mit Einbindung des deutsch-dänischen Grenzlandes wahr geworden, dann wäre er sicher auf der weltgrößten Tourismusmesse, der ITB, in Berlin gewesen. Zusammen mit vielen anderen Akteuren aus dem Raum – im Gepäck viel gute Laune, Musik, „gode råd“ und „jødekager“. Damit hätte man dann bei den Tourismusmanagern weltweit auf dieses Ereignis aufmerksam machen können. Aarhus hatte das offenbar nicht nötig. Wie ein nordschleswigscher Tourismusfachmann vor Ort in Berlin feststellte, gab es ein kleines Tischchen, dahinter eine junge Frau sitzend, die eine Broschüre austeilte.
Nun war es natürlich schon in den Jahren davor wichtig, auf Aarhus aufmerksam zu machen. Aber genau jetzt spielt doch die Musik, und jetzt muss man sich überall – und nicht nur auf Facebook – der Welt präsentieren.
Insgesamt macht Dänemark in diesem Bereich, vor allem auch im Vergleich mit den nordischen Nachbarn, auf der ITB eine ganz schwache Figur, wie der Besucher berichtete. Ohne Ambitionen, ohne Esprit und ganz und gar nicht einladend. 
Aarhus hat ein spannendes Kultur-Programm auf die Beine gestellt  – das müssen ganz viele Menschen erfahren.  Dänemark insgesamt bietet nicht nur Sonne (manchmal), Strand und Sand (immer), sondern hat so viele gute Museen, die einen Besuch wert sind. Es gibt mittlerweile eine Gourmetkultur und Musikerlebnisse der Extraklasse, man denke an das Hindsgavl-Festival in Middelfart, das übrigens ganz aktiv den deutschen Markt sucht. Alles ist doch eine Reise wert. Gerade in Zeiten, in denen andere Tourismusziele – Stichwort Türkei – weniger attraktiv sind. Gut, dass das schon erkannt wurde und vor allem auch das südliche Dänemark aktiv an anderen Stellen als der ITB um die deutschen Besucher wirbt. Hoffen wir mal, dass es einen guten Effekt hat.
 Die frohe Botschaft, dass Dänemark unbedingt ein Gewinn als Urlaubsland ist, könnte noch untermauert werden, wenn man mit dem wirbt, was Nordschleswig auszeichnet: nämlich zwei Sprachen und zwei Kulturen. Hier bekommt man für sein Geld einfach noch ein bisschen mehr.  Die deutsche Minderheit ist sicher gerne bereit, dazu beizutragen, dieses Bild im Ausland zu zeichnen. Und vielleicht wären ja auch entsprechende braune Schilder an den Autobahnen ein guter Hinweis. Hier können damit geworben werden, dass es bei uns Me(h)er gibt.

Claudia Knauer

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