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Mittwoch, 22. Februar 2017

Kulturkommentar: Zu Gast im eigenen Land

Das Kunstmuseum in Apenrade oder Tondern? Das Deutsche Museum in Sonderburg? Die Ehlers-Sammlung in Hadersleben? Hand aufs Herz – wer von uns Einheimischen hat sie in den vergangenen Wochen besucht? Wer neu zuzieht, ist voller Enthusiasmus, die neue Umgebung zu entdecken. In den ersten Monaten, vielleicht sogar Jahren, bin ich mit meiner Familie fremde Wege geradelt, habe Museen besucht und Strände für uns entdeckt. 

Und dann? Dann kennt man sich ja aus. Eine andere Straße befährt man nur noch, wenn die bekannte gesperrt ist. Ansonsten kennt man sich ja aus.

Aus den zahlreichen Kulturorten Nordschleswigs mit ihren vielen Angeboten wird nicht ausgesucht, sondern man geht dort hin, wo man eben immer hingeht. Der Musikfreund besucht die Konzerte der Musikvereinigung und des Sønderjyllands Symfoniorkesters. Wer Theater liebt, wird sich nach Flensburg wenden, und Museumsgäste gehen zur neuesten Ausstellung im Schloss Brundlund. 

Aber wer verlässt die eingetretenen Pfade? Normalerweise  dann, wenn Besuch kommt. Dann überlegt man, was haben wir denn alles hier? Was kann ich den Gästen bieten? Und dann fällt dem Gastgeber ein, was es alles Tolles gibt und vielleicht begleitet man die Besucher sogar.

Aber man kann sich auch bewusst zum Gast im eigenen Land machen. Kiel und Berlin bieten zu bestimmten Zeiten große Rabatte, wenn ein Kieler ein Kieler Hotel erprobt oder ein Berliner ins Adlon zieht (zugegeben: hier sind die Plätze sehr begrenzt). Damit tritt man einen Schritt zurück und betrachtet die eigene Umgebung mit den Augen des Fremden. Das eröffnet spannende neue Perspektiven. 

Also: einfach mal machen. Am kommenden Wochenende bin ich Gast im eigenen Land und entdecke neue Wege – im wörtlichen Sinne, indem ich einfach mal nach links abbiege, wo ich doch sonst immer geradeaus fahre und im übertragenen, indem ich ein Museum, eine Bücherei, eine Veranstaltung besuche, zu der ich sonst nicht gehe. Überraschungen sind garantiert.

Claudia Knauer

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