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Dienstag, 28. März 2017

Rettungswagen nun schneller vor Ort

Bislang war die Dauer von der Anforderung eines Rettungswagens bis zum Eintreffen bei den Bürgern zu lang. Ambulance Syd hält die Vorgaben nun ein.

Die Rettung naht in Regie der Region Süddänemark immer  schneller. Nachdem Ambulance Syd den Rettungsdienst übernommen hat, konnte man ein Problem, das zuvor der niederländische Anbieter Bios hatte, in den Griff bekommen: Die Hilfsfristen (Responstid) können nun eingehalten werden. Bislang war die Zeitdauer von der Anforderung eines Rettungswagens bis zum Eintreffen bei den Bürgern zu lang. Dass Ambulance Syd  die Zeiten nun einhält, geht aus der Tagesordnung für die Sitzung des Geschäftsausschusses der Region am Mittwoch hervor. Sie liegen inzwischen im Durchschnitt  im gesamten Raum Süddänemark weit unter den festgelegten Zeiten.  

Die Entwicklung ist auch  anhand der Zahlen aus den   nordschleswigschen Kommunen zu erkennen. So lag die durchschnittliche Hilfsfrist in Nordschleswig im vierten Quartal des vergangenen Jahres bei 8,9 Minuten – vorgegeben sind 9,8 Minuten. 
Im ersten Quartal lag die Dauer der Hilfsfrist noch bei 9,6 Minuten, im zweiten Quartal bei 9,4 und im dritten Quartal bei  9,3 Minuten. Eine deutliche Verbesserung ist erkennbar.

In der Kommune Sonderburg ist die Hilfsfrist am längsten. Dort warten Betroffene durchschnittlich 10,1 Minuten auf das Eintreffen des Rettungswagens. Dort ist auch der Anteil der Fahrten, bei denen  mehr als  15 Minuten verstreichen, bevor der Rettungswagen vor Ort eintrifft,  am größten. Fast jeder sechste Anrufer der Notfallnummer 112 wartet  über eine Viertelstunde auf Hilfe. „Nicht zufriedenstellend“, findet das Dieter Jessen (SP), Mitglied des Gesundheitsausschusses des Sonderburger Stadtrats.  „Schließlich ist schnelle Hilfe lebensnotwendig“, erklärt er.  Bei über vier  Prozent der Fahrten vergehen sogar über 20 Minuten bis zum  Eintreffen des Krankenwagens. 

Doch trotz dieses noch zu verbessernden Ergebnisses  ist es auch in Sonderburg gelungen, den Anteil der Rettungsfahrten zu verringern, die länger als eine Viertelstunde dauern. Die  lagen in den ersten drei Quartalen des Jahres 2016 nämlich zumeist bei über 18 Prozent und konnten im vierten Quartal – unter Ambulance Syd – auf 15,6 Prozent reduziert werden.

Allerdings stechen die Kommunen Sonderburg und Tondern weiterhin aus dem ansonsten positiv zu nennenden Bild heraus, denn die Dauer vom Anruf beim Notruf bis zum Erscheinen eines Rettungswagens bei dem Bedürftigen beträgt  bei fast jedem sechsten Einsatz in der Kommune Sonderburg und etwa jedem achten Einsatz in Tondern mehr als 15 Minuten.

Allerdings wird das Bild entschärft, wenn nicht nur die Zeiten betrachtet werden, die der Krankenwagen für den Einsatz benötigt. Werden die Einsätze des Notarztwagens mit hinzugenommen, schneidet Sonderburg nicht schlechter ab als andere Kommunen Nordschleswigs. Die Hilfsfrist lag  dann bei durchschnittlich 7,6 Minuten, und der Anteil der Hilfsfristen über 15 Minuten beträgt dann noch 4,2 Prozent. „Das liegt sicher an der Absprache, die mit Danfoss getroffen wurde“, vermutet Dieter Jessen. Der firmeneigene Notarztwagen kommt zum Einsatz, wenn auf Alsen Hilfe benötigt wird.   
Dorthin sind die Wege nämlich besonders weit – und zeitraubend.
„Das muss in den Köpfen der Leute erst einmal ankommen, denn die anderen Zahlen besagen anderes und sorgen für Unsicherheit“, sagt das Sonderburger SP-Stadtratsmitglied Dieter Jessen. „Es ist doch vor allem bei Herzinfarkt oder Schlaganfall besonders wichtig, dass schnelle Hilfe vor Ort ist. Und das können wir unter anderem durch den Notarztwagen auf Alsen sichern“, erklärt er.

Eine solche Absprache ist allerdings in Tondern nicht zu finden. Dort ist –  auch mit Einbeziehung der Notarztwageneinsätze – kaum eine Verbesserung der Hilfsfristen  zu erkennen.

Lag der Anteil der Hilfsfristen, die länger als 15 Minuten  dauern  ohne die Notarztwagen bei 12,1 Prozent, so  liegt der Anteil  bei den schnelleren Fahrzeugen  mit einem Arzt oder einem speziell ausgebildeten Helfer an Bord immer noch bei 11,6 Prozent. 

Jan Peters

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