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Freitag, 24. März 2017

Shopping rund um die Uhr

Wir sind – ob wir es wollen oder nicht – endgültig eine 24-Stunden-Gesellschaft geworden:  elektronische Selbstbedienung ermöglicht uns durch E-Mails, Apps und  Seiten im Internet zu Shoppen, Bankgeschäfte oder Behördengänge zu erledigen.
Mit Smartphone in der Tasche und am Nachtbett sind wir rund um die Uhr erreichbar und wer sich langweilt, kann sich im Dauerfernsehen von Filme bis Nachrichten alles ansehen.
Die Gesellschaft steht nicht mehr still – wir sind immer auf Trab. Zwar gelingt es einigen immer wieder, aus dem Sattel zu steigen, um die nötige Ruhe zu finden (oder einfach das Smartphone abzuschalten), doch es bleibt bei der persönlichen Entscheidung, für eine kurze Weile auszusteigen. Die 24-Stunden-Gesellschaft um uns herum dreht sich mit voller Wucht. 
Aber nicht nur im Netz. Die 24-Stunden-Tanke gibt es schon seit längerem im Stadtbild, in der Hauptstadt haben auch Supermärkte schon rund um die Uhr auf und zur Ferienzeit – Weihnachten, Ostern, Sommer – experimentierten große Unternehmen wie Fleggaard und Bilka bereits mit dem 24/7/365-Konzept.
Die Zeit des Experimentierens ist aber für den Supermarktriesen Dansk Supermarked (Bilka) vorbei. Seit Dezember 2015 hat die Abteilung in Fields rund um die Uhr geöffnet und jetzt wird das 24-Stunden-Konzept auch auf das Bilka-Geschäft in Tilst bei Aarhus erweitert. Sonderburg zieht bestimmt irgendwann nach...
Bilka weiß warum man seine „Ladentür“ öffnet – der Bedarf ist da. Es gibt genug Leute, die tagsüber oder abends arbeiten und daher lieber nachts oder früh morgens ihren Einkauf erledigen möchten: Krankenpfleger, Polizisten, Journalisten, Schichtarbeiter und inzwischen viele andere Berufsgruppen. Und vielleicht kann Bilka auch etwas vom Netzgeschäft zurück gewinnen, wenn Live-Shopping durchgehend möglich ist.
Klar, der Supermarkt wird um zwei Uhr nicht voller Kunden sein, aber dafür können die Mitarbeiter dann in aller Ruhe die Regale auffüllen. Bewerbungen für die zehn neuen Stellen und den Spätdienst gibt es laut Bilka genug, auch wenn die Gewerkschaft gegen die späte Schicht im Supermarkt ist. Aber dagegen anzukämpfen ist schon zu spät. Die 24-Stunden-Gesellschaft ist eine Realität – nicht nur weil die Geschäfte es so wollen, sondern auch, weil die Kunden das Angebot annehmen.

 

 

 


 

Gwyn Nissen

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