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Mittwoch, 22. Februar 2017

Preis aus Deutschland: Tingleffer Schüler sahnen ganz groß ab

Deutsche Schule in Nordschleswig gewinnt Hauptpreis der Bundeszentrale für politische Bildung – und einen Haufen Geld.

Nachdem sich bei Lehrer Henning Kracht vor einigen Tagen  die Freude und die Aufregung über diese frohe, spektakuläre Kunde gelegt hatte, musste konspirativ geplant werden. „Die Eltern sollten zur Preisvergabe eingeladen werden, die Schüler sollten aber nichts erfahren“, so Kracht.

Er selbst konnte es kaum glauben, der Anruf von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) im Schulsekretariat ließ aber keinen Zweifel offen: Die zehnte Klasse der Deutschen Schule Tingleff hatte mit ihrem Wettbewerbsbeitrag einen Hauptpreis gewonnen.

Das mit viel Aufwand gefertigte Video zum Thema Gewalt gegen Frauen in der Wettbewerbskategorie „Politik brandaktuell“  hatte die Jury überzeugt. Am Freitagnachmittag nun folgte die geheim gehaltene Preisübergabe.  

Hans-Georg Lambertz, Leiter des Schülerwettbewerbs,  hatte die Fahrt nach Tingleff  mit einer kleinen Delegation höchstpersönlich angetreten, um den Schülern zu gratulieren und ihnen den Preis zu überreichen – 2.000 Euro!

Die Schüler wussten gar nicht, wie ihnen geschah, als sie am Nachmittag in den Gemeinschaftsraum gerufen wurden. Was machen denn die Eltern hier und was soll dieser festliche Aufzug?
Als Herr Lambertz schließlich den Grund für den geheim gehaltenen Empfang mit Festkuchen und (alkoholfreien) Sekt eröffnete, waren die Schüler schier aus dem Häuschen und brachen in Jubel aus. Einige Eltern verdrückten vor Rührung sogar eine Träne.

Am Morgen war die Gemütslage noch eine andere, denn die Zehntklässler sollten ausgerechnet am Tag vor den Winterferien länger in der Schule sein. Der Ärger darüber verflog angesichts der außergewöhnlichen Preisvergabe aber im Nu. „Es ist toll, dass die Eltern dicht gehalten haben. Herr Kracht hat es geschickt eingefädelt“, freute sich der Wettbewerbsleiter über die geglückte Geheimhaltung.

Hans-Georg Lambertz war voll des Lobes für den Videobeitrag der Tingleffer,  die  das Leid einer unterdrückten und vom Partner geschlagenen Frau nachstellten.  „Ihr habt ein wichtiges Thema aufgegriffen“, so Lambertz. Er richtete auch noch einmal einen Dank an Henning Kracht, denn ohne das Engagement von Lehrern würde solch ein Schülerwettbewerb nicht den gewünschten Effekt haben, so Lambertz.

Beim Wettbewerb für zwei Altersstufen  (Klassenstufe vier bis sieben und acht bis elf) standen jeweils sechs Themenbereiche zur Wahl. Wie schon im vergangenen Jahr wählte die Klasse von Henning Kracht die Kategorie „Politik brandaktuell“ aus.

„Es gibt klare Vorgaben für die Beiträge. Beim letzten Mal hatten wir uns nicht ganz dran gehalten. Wir gaben zwei Seiten zu viel ab. Diesmal haben wir alles eingehalten“, so Kracht, der 25 Stunden aus dem Pool für Projektunterricht für das Erstellen des Videos samt Flyer nutzte.

Auch Kracht ist voll des Lobes für die inhaltliche und praktische Arbeit der Schüler. Sie hatten sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und brachten die Problematik mit Video und Zusatzmaterial auf beeindruckende Weise zum Ausdruck. Das überzeugte schließlich auch die Jury, die in den verschiedenen Kategorien und Altersstufen unter Beiträgen von  2.600 Klassen auszuwählen hatte. Über 60.000 Schüler waren beteiligt.

Laut Bundeszentrale wurden in diesem Jahr 212 Beiträge von deutschsprachigen Schulen aus dem Ausland eingereicht, davon sechs aus Dänemark. Das Wettbewerbsvideo der zehnten Klasse soll in Kürze auf der Homepage der Schule abrufbar sein.

kjt

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