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Dienstag, 28. März 2017

Kommune spart bei der Hilfe für wilde Katzen

Zum Ende dieses Monats stellt die Kommune ihre Kooperation mit „Kattens Værn“ ein

Vor genau zwei Jahren führte die Kommune Hadersleben auf Bürgerwunsch nach jahrelangem Pausieren die Hilfe für herrenlose Katzen ein. Jetzt fällt diese Zusammenarbeit mit der Tierschutzorganisation „Kattens Værn“ dem Sparplan zum Opfer. 
In dem sogenannten kommunalen Bereitschaftskatalog, die Bezeichnung für potenzielle kommunale Einsparmöglichkeiten in Verbindung mit dem jüngsten Haushaltsetat, schlägt die Katzenhilfe statt der veranschlagten 45.000 Kronen jährlich mit 75.000 Kronen zu Buche. Immer noch eine Summe, die zu verschmerzen sei, findet Pia Lind-Christensen, die in ihrer Freizeit ein Katzeninternat für Gast- und herrenlose Tiere in Hadersleben betreibt. Sie ist frustriert angesichts der Kehrtwendung: „Das, was man in den vergangenen beiden Jahren erreicht hat, macht man zunichte, wird die Hilfe eingestellt“, sagt die Haderslebenerin.   Denn die Zahl herrenloser bzw. wilder Katzen  nimmt nicht ab. Im Gegenteil. Nicht wenige von ihnen werden von ihrem Eigentümer  ausgesetzt – wie jüngst eine Katzenmutter mit ihrem Wurf auf einem Rastplatz an der Autobahn. Hinzu kommen Krankheiten wie Katzenaids und -krebs, die hochansteckend sind. Auch für Hauskatzen. Gegen Katzenleukämie gebe es eine Impfung – gegen Katzenaids sei indes kein Kraut gewachsen, so Pia Lind- Christensen. Der kranken Tiere habe sich bisher die Katzeninspektorin von „Kattens Værn“ angenommen und sie eingeschläfert – die gesunden Tiere wurden geimpft und an Halter vermittelt. Zum Ende des Monats ist Schluss damit. – Der Katzeninspektorin sei bereits gekündigt worden, bedauert Christensen. In ihrem ausgebuchten Katzeninternat in Hadersleben  erreichen sie täglich Anrufe von Bürgern, die Hilfe mit Blick auf herrenlose Tiere suchen. 
„Ihnen können wir in Zukunft nur noch bescheiden, dass sie mit diesem Problem selbst zurechtkommen müssen. Einige lassen die Tiere erfahrungsgemäß auf eigene Rechnung impfen und kastrieren. Die meisten aber nicht. Die Tiere sind damit zu einem erbärmlichen  Dasein verurteilt.“ 
Die Blaue-Flaggen-Strandregelung steht ebenfalls im kommunalen Sparkatalog. Sie schlägt gar mit jährlich 200.000 Kr. zu Buche. „Warum spart die Kommune nicht bei der  Blaue Flagge?“, fragt Christensen:  „Dadurch kommen auch  nicht mehr Touristen an unsere Strände.“
 

Ute Levisen

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