Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen

Mittwoch, 22. Februar 2017

Viva zieht ans pulsierende Ende der Fußgängerzone

Eine Erfolgsgeschichte in Nordschleswig. Er kam als Geflüchteter, ist heute erfolgreicher Restaurantbesitzer.

 

Endlich kann entschleiert werden, wer da am Umbauen ist im ehemaligen Brillengeschäft, dem roten Gebäude  am Apenrader Storetorv 4.  Es ist das Restaurant Viva, das im Mai mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen eröffnen wird. Vom  anderen Ende der Fußgängerzone zieht es mit seiner Auswahl indischer, griechischer und mexikanischer Gerichte um.

Hinter dem Viva in Apenrade steht ein Name: Baskar Jeyakumaran. Er kam als Geflüchteter aus Krieg und Vertreibung, und hat sich in Dänemark hochgearbeitet. Als Tamilen war die Familie in Sri Lanka verfolgt. Der heute 37-Jährige erinnert sich: „Ich war auf 14 verschiedenen Schulen, wegen des Krieges.“ Sieht man ihm heute in die Augen, freut man sich. Denn Baskar, wie alle ihn nennen, hat es geschafft: Er konnte am 14. Februar 14-jähriges Bestehen seines Restaurants Viva am Nørreport feiern. Dennoch seufzt er: „Das ist das tote Ende der Fußgängerzone.“ Sein Freund Leif Thøisen von Click-Foto, der bis Sommer 2014 schräg gegenüber lag, hatte schon damals zu ihm gesagt: „Komm mit mir an den Storetorv.“ Doch teure Mieten ließen Jeyakumaran zögern.

Vor einem halben Jahr empfahl Thøisen dann den ehemaligen Brillenladen. Und  Baskar Jeyakumaranhat hat zugeschlagen. Auch wenn es erstmal teuer wird. Er rechnet damit, Leute einzustellen. Denn obgleich die Fläche in etwa der jetzigen entsprechen wird, gibt es mit 50 Sitzplätzen im neuen Geschäft erheblich mehr zu tun. „Ich will nicht in drei Jahren dastehen und bedauern, dass ich mich nicht getraut habe.“ Jeyakumaran erzählt, die Kommune wolle die Gastronomie am Storetorv sammeln: Er wird den besten Platz haben. Mit eigener Markise, die die Südseite vor der direkten Sonneneinstrahlung schützen soll. 

Vom Zeitungsboten zum Gastronomen

Baskar Jeyakumaran kam 1995 nach Dänemark. 1996 fing er in Apenrade als Zeitungsbote des Nordschleswigers an. Genau wie seine Geschwister und seine eigene Familie ist er inzwischen dänischer Staatsbürger. Der Gastronom wird das Angebot am Storetorv etwas herunterschrauben, und trotzdem viel um die Ohren haben. Ein mutiger Mann, dem ein erfolgreicher Neustart zu wünschen ist. ¡Viva, Baskar! 

 

Gesche Picolin

Aktuell auf unserer Startseite

Sport

KardelsTagebuch1
22. Februar 2017 17:30 - Nachmittag
Weitere Radionachrichten...
Leitartikel vom:      21-02-17
Gedenken an Jørgen Kieler
...
Alle Leitartikel
Leitartikel vom:      17-02-17
Ehe auf ersten Blick
...
Alle Leitartikel
Leitartikel vom:      16-02-17
Neue Dimensionen
...
Alle Leitartikel
Leitartikel vom:      15-02-17
Angst und Mut
...
Alle Leitartikel
Leitartikel vom:      14-02-17
Shopping rund um die Uhr
...
Alle Leitartikel

 

Der Nordschleswiger – Skibbroen 4, 6200 Aabenraa – Tel.: +45 74 62 38 80 – redaktion@nordschleswiger.dk

 

E-Zeitung / Archiv
PEBech 160x600
Kreditbanken
Undersisningsmateriale til tysk undervisningen. Klik ind og læs mere.