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Dienstag, 28. März 2017

Betrübliche Fakten

Über ein Jahr nach einem Feuer im Unternehmen DanGødning im Hafen von Fredericia, bei dem bis heute unbekannte Mengen stickstoffhaltigen Düngers in den Kleinen Belt geschwemmt worden sind,  sorgt die eher unbemerkt gebliebene Umweltkatastrophe wieder für Beachtung. Zwar hatte sich bereits im Dezember das Umwelt- und Nahrungsmittelministerium  Kritik von Wissenschaftlern verbeten, dass die Behörden Fehler gemacht haben könnten.  Auch wurde unterstrichen, dass es nicht möglich gewesen sei, die Düngemittel aufzufangen. Es gebe keinen Beweis, dass es nennenswerte Schädigungen der Umwelt gegeben hat, was Voraussetzung für Entschädigungen sei, die z. B. Fischer einfordern könnten.
Seriöse Berechnungen weisen darauf hin, dass 4.000 Tonnen Stickstoffdünger in die Meerenge zwischen Fünen, Nordschleswig und Südjütland  gelaufen sein könnten. Das ist eine Menge, die z. B. beim jüngsten Agrarpaket der Regierung   als landesweites Einsparpotenzial der Landwirtschaft für ein Jahr im Spiel war.
Es ist interessant, wie die Fachleute der staatlichen Behörden argumentieren. Landwirte, die seit Jahren Auflagen zum Grundwasserschutz einhalten müssen, würden kaum  mit Hinweisen durchkommen, man könne Umweltschädigungen  in Küstengewässern nicht bestimmten Ursachen zuordnen. 
Der Umgang mit den Konsequenzen der Düngereinschwemmung in Fredericia ist nicht nur für die seit Jahrzehnten unter Sauerstoffschwund leidenden Fische im Kleinen Belt betrüblich. Der Fall  schwächt den gesamten wichtigen Einsatz zum Schutz unserer Gewässer  einschließlich des Grundwassers. 
Erinnert sei auch daran, dass zwar die dänische Landwirtschaft ein wichtiger Akteur im Bereich des Wasser- und Gewässerschutzes ist; aber auch Häfen, Transportunternehmen  und jeder einzelne Verbraucher tragen Verantwortung, dass weniger Schadstoffe in die Gewässer gelangen.
 Das betrifft Tanks und Silos  ebenso wie Gülletankwagen und Giftspritzen – hinterm Traktor ebenso wie im Gartenschuppen. Auch wenn die Umweltbehörde den Eindruck erweckt, Probleme lösten sich von alleine, wenn man z. B. nicht wisse, wie viele Schadstoffe ausgelaufen sind. 
In der Natur nützt das weder toten Fischen noch der kostbaren Wasserqualität. 

Volker Heesch

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