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Dienstag, 28. März 2017

Kultur schlägt das große Geld

Kommentar von Jens Kragh Iversen

Die dänische Fußball-Meisterschaft wird erstmals in einer Endrunde der sechs besten Mannschaften entschieden – und SønderjyskE ist dabei!

Der Endrunden-Einzug ist eine mehr als beeindruckende Leistung, in einer Saison mit Trainerwechsel, Abgängen von Leistungsträgern und der Doppelbelastung aus der erstmaligen Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb.

Die SønderjyskE-Kicker lagen Mitte September am neunten Spieltag für 24 Stunden auf dem letzten Tabellenplatz der Superliga und schienen den Preis für den eigenen Erfolg aus der Silber-Saison zu zahlen.

Man ging volles Risiko, setzte für sein erstes Europapokal-Abenteuer alle Segel und konnte als Konsequenz der ungewohnten Doppelbelastung mit einer durchwachsenen Superliga-Saison leben – Hauptsache, der Klassenerhalt würde am Ende herausspringen.

Der Klassenerhalt ist jetzt zum neunten Mal in Folge unter Dach und Fach. Und es ist noch viel mehr herausgesprungen, obwohl einige landesweite Medien im Laufe der  vergangenen Monate von „Auflösungserscheinungen“ und „Winterschlussverkauf“ bei SønderjyskE schrieben, als zahlreiche Stammkräfte mit einer Vertragsverlängerung zögerten, Erfolgstrainer Jakob Michelsen den Klub vorzeitig verließ und einige der besten Spieler verkauft wurden.

Die Kultur bei SønderjyskE ist aber so stark, dass jede Figur ersetzbar ist. Selbst eine noch so wichtige Figur. Die Kultur hat wieder einmal das große Geld geschlagen. SønderjyskE hat zum neunten Mal hintereinander allen Kritikern das Maul gestopft und mischt wieder einmal dort mit, wo man eigentlich nicht hingehört. Vom Etat her schon gar nicht. Wo sind  die Traditionsklubs wie AGF, OB, Esbjerg fB, AaB oder Randers FC, die weitaus mehr Geld investieren, aber von SønderjyskE abgehängt worden sind?

Die Hellblauen haben mit diesem Endrunden-Einzug bewiesen, dass die sensationelle Vizemeisterschaft im Vorjahr weder Zufall noch eine Eintagsfliege war.

Es ist an der Zeit, sich ein neues Ziel zu stecken. Der Angriff auf eine Bronzemedaille ist gestartet. Ein neues Europapokal-Abenteuer wäre auch mit Platz vier möglich, wenn der FC København das Double holt. 
Warum nicht?

Jens Kragh Iversen

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