Wahlnachlese

SP-Politiker: Gegenwind ist gesund

Monika Thomsen
Monika Thomsen Journalistin
Osterhoist/Øster Højst
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Das SP-Ergebnis wurde am Wahlabend besorgt verfolgt. Foto: Archiv: Rahbek

Interessante Wahlnachlese mit Jørgen Popp Petersen in Osterhoist. Der Verlust von 300 Stimmen im November 2017 war nicht erwartet worden.

„Was bei Wahlen passiert, ist nie vorhersehbar“, sagte SP-Stadtratspolitiker Jørgen Popp Petersen auf dem Treffen des BDN-Osterhoist-Bedstedt. Sorgte 2013 das Bombenergebnis der Schleswigschen Partei in der Kommune Tondern mit dem dritten Mandat für eine positive Überraschung, so war hingegen im November 2017 der Verlust von etwa 300 Stimmen auch nicht erwartet worden.

„Wäre die Kommunalwahl fünf Monate vorher gelaufen, hätte das Ergebnis ganz anders ausgesehen. Damals gab es Krach im Fremdenverkehrsverein, und der Bürgermeister war im Gegenwind“, so Popp Petersen. „Wir sind ziemlich sicher, dass mein Effekt von den Randstreifen weg ist. Zudem ist es für uns auch nicht gerade von Vorteil gewesen, dass die Borgerlisten als neue Partei gerade hier in unserem Bereich sehr aktiv war. Das hat uns auch Stimmen gekostet“, so Popp, der auf die sehr heiße Museumsdiskussion einging, bei der krass vorgegangen wurde.

Zudem sei es nicht gelungen, alle Stimmen von Marit J. Rüdiger aufzufangen. Dass er von Systemwechsel gesprochen habe, habe wohl Irritationen ausgelöst. Popp hat weiterhin am drittmeisten Stimmen in der Kommune Tondern, und Louise T. Terp habe mit 200 Stimmen eine gute Wahl gehabt.

„Es kann ein Vorteil für die SP sein, dass ich nicht mehr den Ausschussvorsitz habe. Da es nicht in der gleichen Form Pflichttermine gibt, bleibt mehr Zeit, um Politik zu machen. Es ist ganz gesund, in Gegenwind zu kommen“, stellt Popp fest.

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