Tourismus

Benniksgård Anneks soll mehr als reine Übernachtungsstätte werden

Ruth Nielsen
Ruth Nielsen Lokalredakteurin
Rinkenis/Rinkenæs
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Mads Friis
Mads Friis im modernisierten Speisesaal. Foto: Karin Riggelsen

Inhaber Mads Friis puzzelt am neuen Konzept – dabei ist eine Kooperation mit Danhostel und der Unterhaltungsbranche anvisiert.

Vor zweieinhalb Jahren hat Mads Friis die in Konkurs gegangene Nachschule am Sejrsvej gekauft, sie für 9,5 Millionen Kronen modernisiert, 60 Doppelzimmer und diverse Aufenthaltsräume eingerichtet, inklusive Fitnessraum, ja sogar ein Kino mit 20 Plätzen gibt es, „mit Netflix ist das heute kein Problem“, so der Eigner des Benniksgård Hotels schräg gegenüber.
Seit Inbetriebnahme hatte er gut zu tun, dank Polizei, die sich dort einquartiert hatte. Das hat die Auslastung gefördert, dennoch puzzelt er an einem neuen Konzept, wie das riesengroße Gebäude besser genutzt werden kann, auch um dem Hotelbetrieb Aufschwung zu geben.

Gästen sollte ab diesem Frühjahr ein Wellnessbereich bereitstehen; sollte, denn da die Polizei kurz vor Weihnachten mitgeteilt hat, das Quartier zu wechseln, fehlt Friis nun das Geld: „Ich baue nur, wenn ich flüssig bin. Vielleicht kommt das in einem Jahr, mal sehen“, erklärt er.

Statt auf die Polizei spekuliert er nun auf die Handwerker und Mitarbeiter beim Bau des Apple-Rechenzentrums bei Kassø. Sie sollen nicht nur ein gutes Bett im Benniksgård Anneks finden, sondern auch gut frühstücken und zu Abend essen, im Hotel, fünf Minuten Gehweg entfernt. So wäre dann auch die Hotelküche besser ausgelastet.
Darüber hinaus hat er eine Kooperation mit „Danhostel“ (Jugendherberge) im Visier. Die Räumlichkeiten sind bestens für Gruppen geeignet. Erste Erfahrungen wird Mads Friis an Pfingsten machen. Da haben sich 170 Pfadfinder für drei Tage einquartiert. Das Frühstück liefert das Hotel direkt in den Speisesaal, den Friis modisch aufgefrischt hat. Die Pfadfinder können sich draußen auf dem weitläufigen Gelände austoben, wo auch Shelter zu einer Übernachtung im Freien einladen, sowie in der Turnhalle.

Mit dieser Halle hat er einiges vor. Dazu hat er sich bereits mit einem Unternehmen beraten, das Veranstaltungen anbietet.
Zudem plant Mads Friis, den Benniksgård Anneks für Familienfeiern zu öffnen (wie Hochzeiten und Geburtstage) sowie als Tagungsort anzubieten. Der einstige Theatersaal (mit Bühne) hat Platz für 150 Leute, dazu kommen weitere Unterrichtsräume. Die Konkurrenz von „Alsik“, dem Hotel am Sonderburger Hafen ab Herbst 2019, fürchtet er nicht, da er eher einheimische Firmen als Kunden ansprechen möchte. Ein weiterer Vorteil: „Wir sind preisgünstig. Wir haben umgebaut, alles steht bereit.“

Und wenn sich der Gast mal entspannen möchte, kann er sich aufs „Wasserbett“ legen und sich per Knopfdruck durchkneten lassen oder sich auf eine Massagebank legen, die neueste Anschaffung von Friis. Einen Masseur wird er aber nicht einstellen. „Ich stelle keine Leute ein. Sie können ihr Geschäft im Geschäft haben“, sagt er dazu.
Mads Friis geht es darum, „den Betrieb anzuschieben. Es geht darum, einen Bedarf zu schaffen“, sagt er zu einer weiteren Idee, ab Herbst in der Schulküche Kochkurse anzubieten.

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