Gesundheitswesen

Neue App soll es leichter machen, Patient zu sein

Dominik Dose
Dominik Dose Online-Redaktion
Kopenhagen
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Gesundheitsministerin Ellen Tran Nørby Foto: Scanpix

Die Regierung will gemeinsam mit anderen öffentlichen Partnern die Digitalisierung im Gesundheitswesen weiter vorantreiben. Dazu wurde am Montag unter anderem eine neue App vorgestellt, die Patienten unnötige Wege ersparen soll.

Ein digitalisierter Mutterpass für Schwangere, Kontakt zwischen Ärzten und Patienten über eine App auf dem Smartphone und die Erkennung von Krankheiten bei Senioren durch digitale Hilfsmittel.

Das sind drei von insgesamt 27 Initiativen einer neuen digitalen Gesundheitsstrategie, die das Gesundheits- und Seniorenministerium, der Dachverband der Regionen (Danske Regioner), der Kommunalverband „Kommunernes Landsforening“ und das Finanzministerium am Montag präsentiert haben. Insgesamt 34 Millionen Kronen sind im neuen Haushalt dafür abgesetzt worden.

Mehr Herausforderungen im Gesundheitsbereich sollen künftig digitaler gelöst werden, sagt Gesundheitsministerin Ellen Trane Nørby von der Partei Venstre. Dänemark sei bereits ein Vorreiter, wenn es um die Digitalisierung im Gesundheitswesen gehe, doch es könne noch viel besser werden, so die Ministerin in einer Pressemitteilung. „Mit all den digitalen Möglichkeiten, die wir heute haben, kommt es einem seltsam vor, dass der Wissensaustausch an manchen Stellen noch über Papier geschieht und die IT-Systeme nicht verbunden sind. Das ist weder zum Vorteil für die Patienten noch für das Gesundheitspersonal“, schreibt Trane Nørby.

Neue App für den Gesamtüberblick

Eine der neuen Initiativen ist die App „Lægen i lommen“ (Der Arzt in der Hosentasche). Sie soll den Patienten einen Gesamtüberblick über alle Gesundheitsdaten und über Absprachen mit Ärzten und Spezialisten in den Krankenhäusern geben.

Die App wurde vom Gesundheitsministerium und dem Verband der praktizierenden Ärzte (PLO) entwickelt. „Wir brauchen die Digitalisierung und diese Technologie, damit die Bürger nicht immer ins Krankenhaus fahren müssen, sondern viele Dinge von zu Hause regeln können“, sagt der Vorsitzende von Danske Regioner, Bent Hansen, zur Nachrichtenagentur Ritzau.

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