Kultur

Museen müssen Forschung wegen vieler Funde reduzieren

jrp/cvt
Ribe
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Ein Archäologe bei einer Ausgrabung. Foto: Cornelius von Tiedemann

Wegen vieler archäologischer Funde müssen die Museen in Dänemark Forschung und Wissensverermittlung, zum Beispiel bei Führungen, zurückschrauben. Verantwortlich für die hohe Zahl an Funden sind Hobby-Archäologen, die sich auf die Jagd gemacht hatten. Das berichtet DR Syd.

Die dänischen Museen haben es derzeit mit Massen an archäologischen Funden zu tun. In Dänemark ist das Hobby-Archäologentum weit verbreitet. Im ganzen Lande sind Bürger mit Metalldetektoren unterwegs, um nach Schätzen aus der Vorzeit zu suchen. Zusätzlich werden die Museumsmitarbeiter durch die großen Ausgrabungen bei Kassø sowie Ribe belastet, berichtet DR Syd.

An den Museen in Ribe und Esbjerg schätzen die Mitarbeiter, dass sie heute zwei- bis dreimal so viele Funde in die Hände bekommen als noch vor zehn Jahren. „Das bedeutet, dass es manchmal etwas buchhalterisch wird. Als Archäologen wollen wir ja gerne mit den Dingen arbeiten, die gefunden werden, sie in einen größeren Zusammenhang setzen und diesen weiter vermitteln. Dazu haben wir aber einfach keine Zeit“, sagt Lillian Matthes vom Museum Sønderjylland.

Kulturministerin Mette Bock von der Liberalen Allianz will sich um das Problem kümmern und Lösungen finden, sagte sie dem Sender.

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