Reisen

Angeschnallt! So teuer sind Verkehrsdelikte im Urlaub

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
Apenrade/Aabenraa
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Foto: Rigspolitiet

Kaum zu glauben, aber wahr: Es geht noch teurer als in Dänemark – besonders die Norweger machen’s vor.

Kaum zu glauben, aber wahr: Es geht noch teurer als in Dänemark – besonders die Norweger machen’s vor.

Urlaub mit dem Auto – er wird wieder beliebter. Doch wer meint, im Ausland mal so richtig auf die Tube drücken zu können, der sollte nicht nur aus Rücksicht auf die eigene Familie und andere Verkehrsteilnehmer zweimal überlegen: Wer im Ausland gegen die Straßenverkehrsordnung verstößt, muss teilweise ebenso tief oder noch tiefer in die Tasche greifen als in Dänemark.

Das gilt für die beliebtesten Auto-Reiseländer der Dänen (siehe Grafik) ebenso wie zum Beispiel für einen Roadtrip durch die USA. Je nach Bundesstaat können dort 20 km/h zu viel auf dem Tacho leicht 250 Euro kosten. Wer über Rot fährt, muss rund 280 Euro zahlen, und wer nicht für einen Schulbus hält, der darf rund 240 Euro zahlen. Anders als in den meisten europäischen Ländern gibt es in den USA keinen Bußgeldkatalog – sondern richterliche Entscheidungen im Einzelfall.

Wer betrunken hinterm Steuer sitzt, der ist in Dänemark mit bis zu einem Monatslohn europaweit mit am härtesten bestraft. In Schweden wird allerdings noch mehr zugelangt: Dort beginnt das Bußgeld erst bei 40 Tagessätzen (berechnet auf Grundlage des Monatsgehaltes). In Großbritannien kann Alkohol am Steuer bis zu 6.500 Euro kosten. Dabei ist die Grenze dort mit 0,8 Promille noch vergleichsweise großzügig. In Norwegen und Schweden liegt sie bei nur 0,2 Promille, in Deutschland, Frankreich und Italien wie in Dänemark bei 0,5 Promille.

In vielen osteuropäischen Ländern gilt übrigens die Null-Promille-Regelung, etwa in Rumänien, Ungarn, der Slowakei und Tschechien. Große Unterschiede gibt es zum Beispiel beim Fahren ohne Sicherheitsgurt. In Deutschland kostet das gerade einmal 30 Euro, in Dänemark 200 und in Großbritannien bis zu 650 Euro. Auch beim Telefonieren am Steuer ist Europa nicht einer Meinung: In Bosnien-Herzegowina kostet das ab 10 Euro, in Lettland 15 und in Dänemark und Spanien mindestens 200 Euro.

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