Olympische Winterspiele

Offiziell schlecht – aber optimistisch

ritzau/swa
Pyeongchang
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Lina Knudsen, Mathilde Halse, Julie Dall Høgh, Denise Dupont und Madeleine Dupont (v. l.) Foto: Scanpix

Die dänischen Curlingfrauen sind auf dem Papier absolute Außenseiter – doch Madeleine Dupont will sich mit ihrem Team stark präsentieren.

Seit 1998 haben die dänischen Curlingfrauen keine Olympische Medaille mehr gewonnen, in Südkorea wollen sie einen Überraschungserfolg aber nicht ausschließen. Morgen starten die Nationalspielerinnen in die Winterspiele und Teamkapitänin Madeleine Dupont zeigt sich kurz vor Beginn optimistisch. Auch wenn der Dänische Curlingverband offiziell keine Medaille verfolgt – ihre Mannschaft will keineswegs anspruchslos ins Turnier starten. „Wir haben nicht vor, uns klein zu machen, auch wenn wir auf dem Papier als schlechteste Mannschaft gelten“, so Dupont. Neben den Schwestern Madeleine und Denise Dupont besteht die Mannschaft aus Lina Knudsen und den beiden 18-jährigen Julie Dall Høgh und Mathilde Halse.

Das Team wurde im vergangenen Jahr in aller Eile zusammengesetzt und hat bislang noch nicht oft zusammen gespielt. Als die Mannschaft dann das entscheidende Spiel in der Qualifikationsrunde gewann, war die Überraschung groß. Doch trotz der kurzen Kennenlernphase läuft es rund im Team, findet Madeleine Dupont.

„In der Truppe ist Ruhe eingekehrt und das ist einfach schön. Wir habe einige recht klare Erwartungen, wie es in der Mannschaft funktionieren soll. Es geht sicher nicht darum, gegeneinander zu sein. Es geht darum, zusammenzuarbeiten“, so die Teamleiterin, die bereits bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver 2010 mitgespielt hat.

Zehn Teams gehen beim Curlingwettbewerb der Frauen an der Start. Auftakt ist am 14. Februar um 6.05 Uhr gegen Schweden. Die einzige Medaille, die jemals von dänischen Curlingfrauen geholt wurde, war bei den Olympischen Spielen 1998 in Nagano, als die Mannschaft Silber holte.

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