Eishockey

Enttäuschung und Frust pur nach dem WM-Aus

Jens Kragh Iversen
Jens Kragh Iversen Sportredaktion
Herning
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Enttäuschung pur bei Mikkel Bødker, Oliver Bjorkstrand und Julian Jakobsen. Foto: Scanpix/Henning Bagger

Die Enttäuschung stand Dänemarks Eishockey-Nationalspieler ins Gesicht geschrieben, nachdem sie kurz vor dem Erreichen des WM-Viertelfinales ausrutschen und mit einer 0:1-Niederlage gegen Lettland die Felle davon schwimmen sehen mussten.

„Wir haben wieder enttäuscht, wie schon in der Olympia-Qualifikation. Wir haben nicht schlecht gespielt, aber Lettland hat uns den Zahn gezogen. Das ist eine Mannschaft, die auch gegen die USA und Kanada in der Verlängerung war, das muss man respektieren, aber ich empfinde es als ungenügend, dass wir das Viertelfinale nicht erreicht haben“, meinte ein zerknirschter Oliver Bjorkstrand, um daraufhin auf dem Weg in die Umkleidekabine seinen Eishockeyschläger zu zertrümmern.

„Wir hätten uns einen besseren Rahmen nicht wünschen können. Ein echtes Endspiel um den Viertelfinal-Einzug auf dem eigenen Eis, aber wenn man sich für ein Viertelfinale verdient machen will, muss man Lettland schlagen“, so Verteidiger Jesper Jensen Aabo: „Das 0:1 hat uns weh getan, und die Letten haben ein fehlerfreies Spiel gemacht.“

Frans Nielsen wollte in der Stunde der Enttäuschung über das verpasste Viertelfinale den Einsatz der dänischen Auswahl nicht schlecht reden.

„Es lief leider wie befürchtet. Wie hatten schon gesehen, wie Deutschland, USA und Kanada gegen Lettland ihre Probleme hatten, und wir taten uns auch wahnsinnig schwer, zu Chancen zu kommen. Die Letten haben ständig alles zerstört. Das war frustrierend. Das Ziel war ein Viertelfinale in Kopenhagen, und es ist enttäuschend, dass wir dieses verpasst haben, aber wenn wir die Enttäuschung verdaut haben, ist es weiterhin ein fantastisches Erlebnis gewesen”, meint Dänemarks erster NHL-Profi: „Wir haben vier Siege und elf Punkte geholt. Man hätte durchaus eine schlechtere Ausbeute befürchten können, wenn man die ersten vier Spiele betrachtet. Wir haben ein tolles Turnier gespielt, und über sieben Spiele gesehen, sind wir von der Punktausbeute dort gelandet, was wir uns erhofft hatten, aber leider hat es nicht gereicht.“

Der 34-jährige Herninger wird die WM in seiner Heimatstadt nie vergessen.

„Vom Erlebnis her war die WM auf einer Skala bis zehn eine glatte Zehn. Das war der Wahnsinn, und wir haben jeden einzelnen Tag genossen. Die Fans sind fantastisch gewesen, die Stadt auch, und wir haben gutes Eishockey gezeigt. Wir haben das Weiterkommen verpasst, sind aber in der Lage gewesen, es bis zur letzten Sekunde spannend zu machen. Es wäre schlimm gewesen, wenn wir bereits nach vier Spielen raus gewesen wären“, meint Frans Nielsen.

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