Projekt

Radweg-Prioritäten verwundern

Monika Thomsen
Monika Thomsen Journalistin
Tondern/Tønder
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2017 entstand das fehlende Stück zwischen Tondern und Hoyer. Foto: Archiv Volker Heesch

2018 werden drei Projekte umgesetzt und ein Vorhaben vorbereitet. Die SP monierte das Umstoßen der Entscheidung der Vorgänger.

In der Kommune Tondern werden 2018 auch ohne finanzielle Schützenhilfe des Staates Radwege gebaut. „Zu den 5 Millionen Kronen, die wir vorgemerkt hatten, nehmen wir noch eine Million Kronen vom Asphalt-Konto“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Technischen Aussschusses, Poul Erik Kjær (Venstre) auf der Stadtratssitzung. In Scherrebek sind zwei und in Hoyer ist ein Projekt vorgesehen. Zudem wird ein Vorhaben zwischen Rangstrup und Aggerschau vorbereitet. „Wir waren uns im Ausschuss einig, dass diese Projekte am meisten Sinn machen“, so Kjær.

Der Fraktionssprecher der Schleswigschen Partei, Jørgen Popp Petersen, wundert sich über die Prioritäten des Technischen Ausschusses. „Ich halte es für eine Unsitte, dass so schnell nachdem der alte Ausschuss eine Priorisierung vorgenommen hat, alles geändert wird“, so Popp in Gedanken an den Plan, der im Septemer 2017 verabschiedet wurde. „Das Vorhaben, das damals höchste Priorität hatte, ist nun ganz rausgefallen. Was hat sich seither an den faktischen Verhältnissen geändert?“, so Popp in Anspielung an das Projekt in Adelwatt. „Das war wegen des zu erwartenden schweren Verkehrs mit der Biogasanlage geplant. Es gibt dort einen Kreisverkehr zu 6 Millionen Kronen, der keinen Nutzen hat“, so Kjær.

Popp verwies darauf, dass sich die Biogas-Verhältnisse seither nicht geändert hätten. Auf der Landstraße mit dem höchsten Verkehrsaufkommen in der Kommune Tondern würden täglich 400 Lastwagen passieren. Er beanstandet, dass bei Radwegen ein Bogen um die Postleitzahl 6240 (Lügumkloster) und 6520 (Toftlund) gemacht werde. „Es hat sich das geändert, dass wir nicht das Geld vom Staat bekommen haben“, sagte Harry Sørensen (Dänische Volkspartei), Mitglied im Technischen Ausschuss. Alle Stadtratsmitglieder stimmten dem Vorhaben zu.

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