Dänische Skatmeisterschaft

Der Nachwuchs bleibt das Sorgenkind

Kjeld Thomsen
Kjeld Thomsen Lokalredakteur
Holebüll/Holbøl
Zuletzt aktualisiert um:
Nur drei junge Skatspieler nahmen zum Bedauern von Organisator Bent Eskildsen am U-25-Turnier teil. Foto: Friedrich Hartung

135 Teilnehmer bei dänischer Skatmeisterschaft in Holebüll: Kaum Spieler in der U-25-Runde – der Aggerschauer Poul Steffensen gewinnt.

Der dänische Meistertitel im Skat bleibt in der Familie. Nachdem Hans Peter Steffensen aus Gravenstein 2017 als Sieger hervorging, schnappte sich bei der diesjährigen Meisterschaft vergangenen Sonntag im Holebüller „Landbohjem“ Bruder Poul aus Aggerschau den Titel. Nach einer fulminanten Schlussrunde mit traumhaften 1.884 Punkten brachte es Poul Steffensen auf insgesamt 4.297 Zähler.

Platz zwei ging an Vagn Clausen aus Seggelund (3.715). Dritter wurde Kim Andersen aus Århus (3.478). Er musste allerdings um den Bronzeplatz zittern, denn der Viertplatzierte Torben Müller aus Sottrup lag nur fünf Pünktchen dahinter.

135 Skatfüchse gingen bei der Meisterschaft an den Start, bei der drei Durchgänge gespielt wurden. Ausrichter war der Holebüller Skatklub. „Dank der vielen Helfer hat alles gut geklappt. Das ‘landbohjem’ hat vorzügliches Essen geliefert und der Wettkampf verlief reibungslos“, so das Fazit von Cheforganisator Bent Eskildsen vom Holebüller Skatklub.
Ein großer Wermutstropfen war das Nachwuchsturnier, für das Eskildsen auch südlich der Grenze ganz groß die Werbetrommel gerührt hatte. Leider nahmen nur drei junge Skatspieler aus Nordschleswig teil.

„Das ist enttäuschend. Wir geben aber nicht auf und werden uns weiter darum bemühen, junge Menschen für das Skatspielen zu begeistern. Es wäre doch schade, wenn dieses Gesellschaftsspiel verloren geht“, so Skatenthusiast Eskildsen.

Er sei bereit, wieder eine Nachwuchsrunde auszutragen und bis dahin Skatnachwuchs zu finden und zu fördern, wie er betont. „Wir sind zurzeit drei Skatspieler, die sich aktiv für die Nachwuchssuche einsetzen wollen“, ergänzt Skatfan Eskildsen. Für ihn ist Skatspielen mehr als nur ein Zeitvertreib mit Karten. Wie viele andere Skatfreunde, sieht auch er darin ein Kulturgut und die Möglichkeit, sich im Spiel mit anderen Menschen auszutauschen.

Mehr lesen