Dänemark kompakt am Montag

Der Nachrichtenüberblick aus Dänemark

DN
Apenrade/Aabenraa
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Es ist der erste Geburtstag der Königin nach dem Tod ihres Gemahlen Henrik im Frühjahr. Foto: Scanpix

Geburtstag der Königin, Tarifverhandlungen gehen weiter und Pfand auf Plastiktüten: Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages kompakt im Überblick.

Jeppe Kofod soll wieder Spitzenkandidat der Sozialdemokraten werden

EU-Parlamentarier Jeppe Kofod soll Spitzenkandidat der Sozialdemokraten bei der EU-Parlaments-Wahl im Mai kommenden Jahres werden. Das hat die Parteispitze am Montag einstimmig bei einem Treffen in Kopenhagen beschlossen. Beim Parteitag im September soll Kofod dann endgültig ernannt werden. Jeppe Kofod war bereits bei der Wahl für das EU-Parlament 2014 Spitzenkandidat der Sozialdemokraten.

Bienenzüchter haben neuen Vorsitzenden

Die rund 6.000 organisierten dänischen Bienenzüchter haben einen neuen Vorsitzenden. Auf der Generalversammlung von „Danmarks Biavlerforening“ wurde der bisherige Vize, Arne T. Henriksen (63) aus Tisvildeleje auf Nordseeland, gewählt. Der Systementwickler will weiterhin kämpfen, um den bedrohten Bienen die bestmöglichen Lebensbedingungen zu sichern. Da gebe es viele Herausforderungen für Bienen – und Züchter, sagte er. Henriksen löst Knud Graaskov aus Roskilde ab.

Königin Margrethe feiert ihren 78. Geburtstag

Königin Margretehe II. feiert am Montag Geburtstag. Die nunmehr 78 Jahre alte Monarchin trat am Mittag auf den Balkon des Christian IX Palais von Schloss Amalienborg, um den Hunderten Gratulanten zuzuwinken. Begleitet wurde sie dabei von ihrer Familie, ihren acht Enkeln sowie Prinz Joachim, Prinzessin Marie und Prinzessin Mary. Kronprinz Frederik war nicht zugegen, er soll sich laut Informationen der Zeitung Ekstra Bladet privat auf Grönland aufhalten. Nach dem öffentlichen Auftritt zog sich die Königin zur privaten Feier zurück, sie begeht ihren Geburtstag mit Freunden und Familie auf Schloss Fredensborg.

Tarifverhandlungen auf regionaler Ebene gehen weiter

Nachdem zuletzt die Verhandlungen im öffentlichen Dienst auf kommunaler und staatlicher Ebene ergebnislos geblieben sind, treffen sich am Montag die Vertreter der Regionen, um die Gespräche fortzusetzen. Im Gegensatz zu den anderen Gesprächspartnern sind die Verhandlungsführer der Regionen optimistisch, eine baldige Übereinkunft für ihre Angestellten zu erzielen. Die jüngsten Gespräche seien von einem „positiven Geist“ begleitet gewesen, sagte Anders Kühnau, Vertreter der Regionsseite, zur Nachrichtenagentur Ritzau. Auch sein Gegenüber, Dennis Kristensen, Vorsitzender der Gewerkschaft FOA, ist optimistisch. Während man auf kommunaler Ebene 14 Stunden für nichts diskutiert habe, seien auf regionaler Ebene bereits nach zehn Minuten Fortschritte erkennbar gewesen, so Kristensen.

Netto testet Pfand auf Plastiktüten

Die Netto-Geschäfte auf Fünen testen ab heute ein neues Pfandsystem für Plastiktüten. Es ist das erste Mal, dass Pfand auf Plastiktüten gezahlt wird. Pro Tüte zahlt der Kunde wie bisher 50 Øre, bringt er sie zurück, erhält er eine Krone Pfand. Die Differenz bezahlt Netto, die Differenz durch jene Tüten, die nicht zurückkommen, fließt an den Weltnaturschutzbund WWF. Sollte sich das System bewähren, soll es in allen 500 Netto-Märkten eingeführt werden. „Plastik macht der Natur und den wilden Tieren schwer zu schaffen. Der Umfang ist leider enorm, also gilt es, keine Zeit zu verlieren. Daher freue ich mich, dass wir nun Dänemarks ehrgeizigsten Plan im Kampf gegen die Plastikschwemme zusammen mit Netto und der Dansk Supermarked Group in die Tat umsetzen“, so Bo Øksnebjerg, Generalsekretär im Umweltschutzbund WWF. Die zurückgegebenen Tüten werden gesammelt und zur Wiederverwendung genutzt.

Weiter keine Einigung bei den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst. Foto: Scanpix

Tarifverhandlungen ohne Annäherung

Das Risiko eines Großkonflikts mit Streik und Aussperrungen ist nach den erfolglosen Verhandlungsrunden am Wochenende größer denn je. Am Montagmorgen um kurz vor 8 Uhr sind die Verhandlungen auf kommunaler Ebene nach 21 Stunden beendet worden. Ohne nennenswerte Annäherungen, sagt Anders Bondo, Unterhändler der kommunalen Angestellten. Es gebe vor Ablauf der Deadline zwar noch „ein paar Chancen“ auf Einigung. Doch es sei nicht gut, dass man nach so vielen Stunden keine Ergebnisse erzielt habe, so Bondo. Am Montag um 10 Uhr treffen sich die Partner auf kommunaler Ebene, um 17 Uhr werden die Verhandlungen auf staatlicher Ebene fortgesetzt. Am Dienstag um Mitternacht endet die Frist, einen Kompromiss zu finden.

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