Tarifverhandlungen

Tausende Hüft- und Knieoperationen könnten verschoben werden

jt/ritzau
Kopenhagen
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Foto: dpa/(Symbolfoto)

Sollten die Tarifverhandlungen in einem Konflikt enden, wird sich ein Berg von verschobenen Operationen ansammeln, meint der Chefverhandler der dänischen Regionen.

Tausende Hüft- und Knieoperationen müssten vertagt werden, wenn der Tarifkonflikt zwischen den öffentlichen Angestellten und Arbeitgebern in einem Großkonflikt endet. Das sagt der Verhandlungsführer der dänischen Regionen, Anders Kühnau, der am Montag mitteilte, dass 80.000 Angestellte in 17 Krankenhäusern im Falle eines Konfliktes ausgesperrt (Lockout) werden.

„Die Notaufnahmen, Geburtsstationen usw. werden als ein Teil einer Notbereitschaft weiter arbeiten“, versichert Kühnau. Auch Krebsbehandlungen, Psychiatrien und die Palliativstationen werden nicht von einem eventuellen Großkonflikt betroffen sein.

„Doch Operationen, wo keine Gefahr für Leib und Leben besteht, müssen verschoben werden“, so der Chefunterhändler. Dazu gehören beispielsweise Hüft- und Knieoperationen oder Muskel- und Skelettuntersuchungen. Kühnau zufolge werden Ärzte ein Gutachten erstellen und demnach beurteilen, ob eine Operation verschoben werden kann oder nicht. Im Falle eines Großkonflikts, so Kühnau, wird sich ein riesiger Berg an verschobenen Operationen aufstauen.

Unverantwortlich

Lisbeth Lintz, Vorsitzende des Chefärzteverbandes, bezeichnet die Lockout-Ankündigung der Region als unverantwortlich. Sie und ihre Kollegen sind sich aber ihrer Verantwortung bewusst, versichert sie.

„Sollten viele Operationen aufgrund des Konflikts verschoben werden, dann werden wir durch Überstunden dafür sorgen, dass die Bevölkerung die Behandlung bekommt, die ihr zusteht“, so Lintz.

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