Studie

Forscher: Normale und häufige Grippekrankheiten hinterlassen keine dauerhaften Schäden bei Kindern

Dominik Dose
Dominik Dose Online-Redaktion
Kopenhagen
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Foto: dpa

Schwere Krankheiten, die zum Teil Krankenhausaufenthalte mit sich führen, schaden laut früheren Untersuchungen dem Gehirn von Kindern. Bei leichten Grippekrankheiten ist dies nicht der Fall – auch wenn sie sehr häufig auftreten, das haben dänische Forscher nun herausgefunden.

Wiederkehrende, kleinere Infektionskrankheiten wie zum Beispiel Grippe sorgen bei Kindern nicht für nachhaltige Schäden oder haben Einfluss auf die Lernfähigkeit. Das hat die Universität Aarhus nun in einer neuen Studie herausgefunden.

„Wer Kinder hat, weiß, dass diese ständig krank sind. Doch unsere Untersuchung zeigt, dass sie, selbst wenn 5, 10 oder 15 leichtere Krankheiten haben, diese keine dauerhaften Auswirkungen auf die Gesundheit oder die schulischen Leistungen haben“, sagt Ole Köhler-Forsberg, einer der Forscher hinter der Studie, zu TV2.

Daten von 600.000 Bürgern ausgewertet

Für diese haben er und seine Kollegen Daten von rund 600.000 dänischen Bürgern ausgewertet, die im Zeitraum zwischen 1987 und 1997 geboren wurden und von denen Aufzeichnungen zur Gesundheit, zu Behandlungen, Aufenthalten in Krankenhäusern, Ausstellung von Rezepten und Ergebnisse vom Abschlusszeugnis der Volksschule vorliegen.

Frühere Untersuchungen hatten bereits ergeben, dass schwerer Krankheiten wie zum Beispiel Masern oder Hirnhautentzündungen, die einen Aufenthalt im Krankenhaus mit sich führen, dem Gehirn der Kinder Schaden können und so auch Auswirkungen auf die schulischen Leistungen haben.

„Wir wissen, dass sich schwerere Krankheiten auf das Gehirn auswirken. Natürlich kommen da die Befürchtungen auf, dass dies auch für ganz normale, leichtere Krankheiten gilt, doch dies ist nicht der Fall“, so Ole Köhler-Forsberg.

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