Hoyer/Højer - 13. Juli 2012 - von Brigitta Lassen
Feuer in Möbelfabrik
Deutsche und dänische Feuerwehren übten den Ernstfall
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| Deutsche und dänische Feuerwehrleute übten wieder gemeinsam für den Ernstfall. Foto: Benjamin Nolte |  |
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Als am Mittwoch um 19 Uhr deutsche und dänische Feuerwehrwagen nach Hoyer eilten und bei den früheren Fabrikgebäuden von Marks Møbler haltmacht, fürchtete so mancher Hoyeraner tatsächlich den Ausbruch eines Brandes. Jede Aufregung war jedoch unnötig, da an diesem Abend Feuerwehren von beiden Seiten der Grenze und diesmal auch die Bereitschaftsbehörde aus Hadersleben bei einer gemeinsamen Übung für den Ernstfall probten. An der Aktion, die Teil des von der EU geförderten Interreg-Projektes „Gefahrenabwehr ohne Grenzen“ ist, nahmen an die 110 Einsatzkräfte teil. Von deutscher Seite waren es die Feuerwehren aus Rosenkranz, Rodenäs und Neukirchen, unterstützt von Kollegen der Wehren aus Hoyer und Wiesby auf dänischer Seite. Der Katastrophenschutz aus Hadersleben legte u. a. rund zwei Kilometer Schlauchleitungen bis zur Wiedau aus, da die deutschen Feuerwehren ihr Löschwasser im Gegensatz zu den dänischen Kollegen nicht mitbringen. „Aber unsere deutschen Kollegen haben sehr gute Pumpen an ihren Fahrzeugen dabei, so dass die Wasserversorgung sehr schnell klappt“, so Bereitschaftsinspektor Kenneth Achner von Tønder Brandvæsen. Er freut sich über die erneut gelungene Übung, bei der es darum ging, nicht nur Feuer zu löschen, sondern auch die Mitarbeiter zu retten, die im brennenden Gebäude waren. „Die Hälfte der Halle stand so stark in Flammen, dass es für uns nichts zu retten gab. In der anderen Hälfte hielten sich aber Personen auf, die wir retten mussten. Wir lernen bei diesen Übungen nicht nur die deutschen Kollegen kennen, sondern auch ihre Arbeitsgänge und ihr Material“, so Achner.
Die deutschen Einsatzkräfte wurden von der Leitstelle Nord nach Hoyer geschickt. Seit wenigen Wochen verfügt die Leitstelle Nord der Feuerwehr in Harrislee über eine direkte Digitalfunkverbindung zu den dänischen Kollegen.“