Osterhoist/Sonderburg - 02. Juli 2012 - von Brigitta Lassen
Leibliche Mutter belastet brutalen Freund
15 Monate altes Kind wurde im vergangenen Jahr in Osterhoist zu Tode geprügelt
In Sonderburg steht heute das junge Paar vor Gericht, das im vergangenen Juli den Tod eines 15 Monate alten Kindes verschuldet haben soll. Der Junge war der leibliche Sohn der angeklagten Frau, die vor Gericht über die Brutalität berichtete, mit der ihr Freund versuchte das Kind zu bestrafen und zu erziehen, wenn es weinte. Am Körprer des kleinen Kindes wurden unzählige Verletzungen festgestellt, unter anderem auch ein Oberschenkelbruch, der nicht ärztlich versorgt worden war. Erst als das Kind obduziert wurde, fanden die Gerichtsmediziner den Knochenbruch.
Die 22-Jährige wagte sich nach eigenen Angaben nicht gegen ihren hitzigen und dominierenden Lebensgefährten zur Wehr zu setzen, wenn er das Kind zur Bestrafung in einen Keller oder einen Flur warf. Der 29-Jährige soll ihr gegenüber behauptet haben, dass sich das Kind selbst Schaden zufügte und mit Willen den Kopf in den Boden schlug. Beulen und Nasenbluten hätte er daher aufgrund eigenes Verschuldens oft gehabt.
Der Freund soll unter anderem auch heute vor Gericht aussagen. Der Fall wird am Freitag, 6. Juli, fortgesetzt.