Kopenhagen - 31. Juli 2010 - von webredaktion-dm
Trauriger Rekord: Sieben Verkehrstote innerhalb weniger Stunden
Die Zahl der Verkehrstoten hat seit gestern abend einen neuen Rekord: innerhalb weniger Stunden starben bei Unfällen auf dänischen Straßen sieben Menschen - dabei allein fünf beim schwersten Verkehrsunfall in Kopenhagen seit Jahren.
Das Unglück ereignete sich um 03.00 Uhr auf der Amager-Autobahn, wo ein Transporter mit hoher Geschwindigkeit von 150 km/h zahlreiche Autos überholte - sogar auf der Notspur. Plötzlich verlor der Fahrer die Kontrolle über den Wagen, der gegen die Leitplanke knallte und sich mehrfach überschlug. "Der Wagen wurde beim Aufprall praktisch zerteilt, und alle fünf Insassen im Auto waren tot. Eine Person starb 20 Minuten nach dem Unfall im Krankenhaus", berichtet Polizeisprecher John Hansen von "Politigården" in Kopenhagen, der sich nicht an einen ähnlich schweren Unfall in den letzten Jahren erinnern kann.
Bei den Toten handelt es sich um eine Frau und vier Männer, deren Identität aber noch nicht endgültig geklärt ist.
Am Sonnabendabend teilte die Polizei mit, sie gehe davon aus, dass es sich bei den Toten um vier Handwerker aus Tschechien und um deren dänischen Kontaktmann gehandelt habe.
Ein schreckliches Unglück meldet die Polizei auf Fünen, wo in Ejby ein 65-jähriger Taxifahrer tödlich verunglückt ist; möglicherweise durch Mord oder Totschlag. Er war auf der Autobahn mit einem neben ihm sitzenden 26-jährigen Fahrgast unterwegs, der plötzlich ins Steuer griff und dadurch den Unfall mit der Todesfolge verursachte. Der junge Mann kam mit leichten Verletzungen davon. Er ist psychisch krank und wollte offenbar Selbstmord begehen, teilte Polizeisprecher Jesper Fält von "Fyns Politi" mit. Ob gegen ihn Anklage wegen eines Verbrechens erhoben wird, hängt von den medizinischen Untersuchungen ab.
Einen weiteren tödlichen Unfall gab es in Flakkebjerg südlich von Slagelse, wo ein 54-jähriger Mann ums Leben kam. Er war Passagier im Wagen seiner gleichaltrigen Frau, die beim Unglück verletzt wurde. Aus unerklärlichen Gründen war sie mit dem Auto in einem Graben gelandet, nachdem sich der Wagen zuvor mehrfach überschlagen hatte. Dabei zog sich der Mann tödliche Verletzungen zu, berichtete die Polizei "Sydsjælland- og Lolland-Falster".