Hadersleben/Haderslev - 11. Juli 2012 - von Ute Levisen
Sing ein Lied: In Hadersleben entsteht eines von neun Gesangscentren
Zweimal Henrik an der Spitze von „Haderslev Sangscenter“, das dem Gesang unter Kindern und Jugendlichen neue Impulse geben soll
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| Domorganist, Chorleiter und nun auch künstlerischer Leiter von Haderslev Sangskole: Henrik Skærbæk Jespersen. Foto: Karin Riggelsen |  |
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In Hadersleben entsteht eines von landesweit neun Kraftzentren rund um den Gesang, ein sogenanntes Gesangscenter, „Haderslev Sangcenter“. Angesiedelt wird es am Dom, wo im Vorwege viele Chöre aktiv sind. Das neue Center soll dem Gesang in Schulen und Einrichtungen, in Vereinen und Freizeitleben der Kommune unter Kindern und Jugendlichen neue Impulse geben.
Projektleiter ist Henrik Rønnow, der vielen wegen seines musikalischen Wirkens als Solo-Trompeter im Schleswigschen Musikkorps (SMUK) ein Begriff sein dürfte. Seine Aufgabe wird es sein, sich des Praktischen anzunehmen und u. a. finanzielle Mittel für das Projekt zu finden. „Es ist eine fantastisch spannende Aufgabe, zu der ich einfach nicht Nein sagen konnte“, gestand Rønnow gestern. Obwohl er eigentlich, wie er lachend hinzufügte, genug zu tun habe.
„Meine Aufgabe ist es ja nicht, den Kindern das Singen beizubringen, sondern sie zum Singen zu bringen – und die Elite unter den Sängern zu fördern.“
Für die künstlerische Leitung des Projektes ist Domorganist Henrik Skærbæk Jespersen zuständig. Rønnow und der Leiter des Jugendchores arbeiten im Vorwege eng zusammen.
Nicht zuletzt die sprudelnde Gesangsaktivität dank der vielen Chöre in der Domstadt war ausschlaggebend für Jyske Sangskole, auf Hadersleben als einen von neun Standorten zu weisen.
„Dort gibt es bereits viele wohlklingende Chöre, als deren kompetenter Leiter sich Henrik Skærbæk erwiesen hat“, stellte Lars Stentoft von der Gesangsschule fest. Am 20. August findet ein Visionsseminar statt – und danach sollten Vorstand und Satzungen des neues Centers gern stehen, kündigte unterdessen Henrik Rønnow an. Konkrete Pläne von „Haderslev Sangcenter“ gibt es auch schon: So findet laut Rønnow, dessen drei Söhne übrigens im Haderslebener Jungenchor singen, Ende August eine Masterclass statt, zudem sei ein Event mit Chorauftritten von Schülern aus anderen Teilen der Kommune geplant.
Gerade das Netzwerk von sangesfreudigen Kindern und Jugendlichen mithilfe des Gesangs zu fördern, ist ebenso wie die Erhaltung dänischen Liedgutes, das eng mit dem deutschen verbunden ist, Anliegen des Projekts. Auch dem Vorschlag der Schleswigschen Partei für einen deutsch-dänischen, groß angelegten Chorauftritt im Haderslebener Sportcenter stehe er durchaus positiv gegenüber, betonte der Projektleiter:
„So wie allem, was mit dem Singen zu tun hat.“
Eine seiner wichtigsten Aufgaben werde es nun sein, so Rønnow, das Sing-Projekt auf ein solides finanzielles Fundament zu stellen: Stiftungen um Beiträge zu bitten und Firmen um Sponsorschaften. Bislang hat „Det Obelske Familiefond“ für die neun Zentren sechs Millionen Kronen zur Verfügung gestellt – und gibt zudem eine weitere für jede von Sponsoren gespendete Krone.