London - 05. August 2012 - von Jens Kragh Iversen
Sensations-Silber im Einer  |  |
| Fie Udby Erichsen hatte vor den Olympischen Spielen keiner auf der Rechnung. Foto: Das Büro/DIF |  |
| Team Danmark hatte sie nicht einmal als Endlaufteilnehmerin auf der Rechnung, am Ende stand Fie Udby Erichsen mit der Silbermedaille um den Hals. Die 27-Jährige aus Hobro schrieb mit ihrem zweiten Platz dänischer Ruder-Geschichte, denn noch nie holte eine Dänin im Einer Silber. „Diese Silbermedaille ist lange unterwegs gewesen, und ich freue mich riesig, dass ich sie bekommen habe. Ich hatte davon geträumt, aber nicht dran geglaubt – es ist unbeschreiblich toll“, jubelte Fie Udby Erichsen: „Ich habe für diesen Moment seit 1996 trainiert, als ich mich zum ersten Mal ins Ruderboot setzte. Es ist unbeschreiblich, dass es mit sehr viel Training machbar ist.“ Die 27-Jährige hatte für Aufsehen gesorgt, als sie im Halbfinale die mehrfache Olympiasiegerin Ekaterina Karsten um mehr als eine Länge schlug und ihr Rennen gewann. Im Finale war die Tschechin Miroslava Knapkova eine Klasse für sich, dahinter kämpfte die Dänin mit der Australierin Kim Crow um Silber. Mit dem stärkeren Schlussspurt setzte sich die Dänin durch. Es siegte Knapkova (7:54,37) vor Udby Erichsen (7:57,72), Crow (7:58,04), der Nueseeländerin Emma Twigg (8:01,76), der Weißrussin Ekaterina Karsten (8:02,86) und der Chinesin Kiuyun Zhang (8:03,10). Nur haarscharf an einer Medaille schrammten Anne Lolk Jensen und Juliane Elander Rasmussen vorbei. Der dänische Leichtgewichts-Doppelzweier musste sich mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben. „Eine Medaille wäre natürlich schön gewesen, aber wir sind überaus zufrieden. Wir machten ein gutes Rennen auf einer schweren Bahn, und ein vierter Platz ist das beste dänische Ergebnis in dieser Bootsklasse bei Olympischen Spielen“, sagte Juliane Elander Rasmussen, die wenige Minuten später über die Goldmedaille für Ehemann Mads Rasmussen jubeln konnte. Die Britinnen Katherine Copeland/Sophie Hosking (7:09,30) siegten vor den Chinesinnen Dongxiang Xu/Wenyi Huang (7:11,93), den Griechinnen Christina Giazitzidou/Alexandra Tsiavou (7:12,09), Anne Lolk Jensen/Juliane Elander Rasmussen (7:15,53), den Australierinnen Bronwen Watson/Hannah Every-Hall (7:20,68) und den Deutschen Lena Müller/Anja Noske (7:22,18). |