Lüttich - 30. Juni 2012 - von Jens Kragh Iversen
Riis: „Wir wollen positiv auffallen“
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| Von einer Wiederholung seines Etappensiegs 2009 träumt nicht nur Nicki Sørensen, sondern auch sein Boss, Bjarne Riis. Foto: dpa |  |
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Sein Rennstall hat weder einen Supersprinter noch einen Mann fürs Gesamtklassement, wenn heute im belgischen Lüttich der Startschuss zur Tour de France fällt. Bjarne Riis geht dementsprechend gelassen in die Frankreich-Rundfahrt und wird sich jedes Mal freuen, wenn Saxo Bank-Tinkoff Bank auf sich aufmerksam macht.
„Wir wollen positiv auffallen. Ich habe gesehen, dass die Leute meinen, dass wir eine schlechte Mannschaft haben. Wir können also nur positiv überraschen, und diese Rolle passt uns gut“, sagt Bjarne Riis, der die 21 Etappen als 21 Chancen auf einen Tagessieg sieht: „Ich bin mir schon darüber im Klaren, dass wir nicht über die stärkste Mannschaft dieser Welt verfügen, aber deswegen sind wir ja nicht chancenlos. Wir haben vor, uns zu wehren. Entscheidend ist, dass wir mit großer Motivation und Ehrgeiz an die Sache rangehen. Wir müssen es versuchen.“
In der ersten Woche soll der argentinische Sprinter JJ Haedo versuchen, mit den Favoriten im Massenspurt, Mark Cavendish und André Greipel, den Kampf aufzunehmen.
„Wir haben Leute, die JJ Haedo unterstützen können. Er muss seine Chance suchen, und Top-3-Platzierungen zählen auch“, sagt Riis, der aber auch von einer Überraschung im Sprint träumt: „Wir wissen doch, dass im Massenspurt alles passieren kann. Stürze kommen auch vor. Wir müssen kämpfen, und vielleicht ist die Chance plötzlich da.“