Bad Segeberg - 22. Juni 2012 - von ndr-dm
Bad Segebergs Winnetou kämpft ab morgen um New Orleans
Bühne frei für die Karl-May-Spiele in Bad Segeberg. Ab Sonnabend reiten Winnetou und Old Shatterhand wieder über die Felsen des Freilichttheaters Kalkbergstadion und kämpfen gegen Bösewichte und Intrigen. In der 61. Spielzeit verschlägt es die legendären Blutsbrüder mit ihrem Abenteuer "Winnetou II" erstmals nach in den Süden Amerikas, nach New Orleans an den Mississippi.
Erol Sander tritt zum sechsten Mal in der Rolle des edlen Indianerhäuptlings Winnetou auf.
Dort jagen sie den Gangster Santer, der Winnetous Vater und Schwester ermordet hat. Dabei treffen Winnetou - zum sechsten Mal gespielt von Erol Sander - und Old Shatterhand auf die geheimnisvolle Voodoo-Priesterin "Marie Laveau", gespielt von Dunja Rajter, und auf den von Mola Adebisi verkörperten Salooninhaber "Massa Bob". Neben einer Voodoo-Zeremonie darf sich das Publikum auf Jazz und Dixieland-Musik freuen. Ein weiterer Schauplatz ist eine schwer umkämpfte mexikanische Goldmine in den Bergen. Dort sorgen zahlreiche Stunts und Spezialeffekte für Spannung. Die diesjährige Aufführung inszeniert der Hamburger Regisseur Norbert Schultze jr., der bereits im Vorjahrsstück "Der
Freilichttheater mit Geschichte
Das Kalkbergstadion war früher eine riesige Grube, in der bis 1931 Gips abgebaut wurde. Ab 1934 ließen die Nazis die Tagebaugrube zum Amphitheater umgestalten, das Reichspropagandaminister Joseph Goebbels 1937 vor 10.000 NSDAP-Mitgliedern einweihte. Seine Idee, die Arena als Feierstätte für politische Massenversammlungen zu nutzen, wurde nie Realität. Von 1938 bis 1945 blieb es ungenutzt. Heute ist das Kalkbergstadion mit 7.500 Plätzen eines der schönsten Freilichttheater Deutschlands und wird neben den Karl-May-Spielen für viele andere Veranstaltungen genutzt, etwa für die NDR Schlagernacht, Klassik-Konzerte und Shows.