Tondern/Tønder - 29. Juli 2010 - von Brigitta Lassen
Unsere Gäste fühlten sich wohl
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| 1956 entwarf Hans J. Wegner diese Obstschale. Das Geschenk der Kommune Tondern war aus Kirchholz gearbeitet und fand große Anerkennung der Königin und ihres Gemahls. Foto: Lisbeth M. Nielsen |  |
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Er sei todmüde gewesen und hätte auch noch mit Jetlag nach seinen Ferien in den USA zu kämpfen. Daher ging er davon aus, dass auch Königin Margrethe und Prinz Henrik wohl erschöpft gewesen sind. Er sei glücklich über den reibungslosen Verlauf des royalen Besuches. »Die Königin und der Prinz fühlten sich sehr wohl bei uns, waren interessiert und gut gelaunt«, meinte Bürgermeister Laurids Rudebeck gestern nach der Absolvierung des Mammutprogramms des Dienstags.
Die Gäste hätten sich für das Rathaus, den Wasserturm, die von dort umwerfende Aussicht, von der auch sie angetan waren, und das Schnäpelprojekt interessiert. Und auch das Nachmittagsprogramm sei mit entsprechendem Interesse verfolgt worden, erzählt Rudebeck. Sehr angetan waren die Monarchin und ihre Mann vom Geschenk der Kommune. Eine Obstschale, 1956 entworfen vom berühmten Sohn der Stadt, Möbeldesigner Hans J. Wegner. Es sei eine Spezialanfertigung, da die Obstschale sonst in Esche und Mahagoni produziert und verkauft wird. Das Unikat für die könig-lichen Gäste war aus Kirschholz gedreht worden. In Zusammenarbeit mit den Museen war die Kommune auf diese Geschenkidee gekommen. Fasziniert hätte die Königin auch die Brosche bewundert, die der Tonderner Goldschmied Claus Scheelke entworfen hat. Das Schmuckstück überließ er dem Handelsverein Tondern als nachträgliches Geschenk zum 70. Geburtstag der Monarchin am 16. April dieses Jahres.
»Die Gespräche, die ich im Laufe des Tages mit der Königin führte, bestärkten mich in der Auffassung, wie groß ihr Interesse gerade für unsere Region ist«, meinte Rudebeck.
Als Vertreter der deutschen Minderheit nahm der BDN-Hauptvorsitzende Hinrich Jürgensen mit seiner Frau Micky am Frokost im Hotel Tønderhus teil. Er saß am Ehrentisch, wo auch Prinz Henrik seinen Platz einnahm. »Ich freute mich über die Einladung, die das gute Miteinander in der Region zeigt. Das tolle Essen schmeckte sehr gut. Besonders die Wahl mit Spezialitäten aus der Westküstenregion hielt ich für sehr gelungen«, erzählt Jürgensen.
Prinz Henrik hätte sich sehr gut gelaunt gezeigt und erzählte Anekdoten. Am Tisch sei über u. a. Enkelkinder und die bunte Presse gesprochen worden und Henrik hätte über seinen Wein erzählt. »Der Prinz war frisch und unterhaltsam und zeigte sich auch sehr interessiert am Schnäpelprojekt, was ihn beeindruckt hatte. Viele der Anwesenden werde ich am 2. August wiedersehen, wenn die Königin Vertreter aus Nordschleswig anlässlich ihres 70. Geburtstages nach Schloss Gravenstein eingeladen hat«, so Jürgensen.