Tingeff/Tinglev - 28. Juni 2012 - von Kjeld Thomsen
Herzlicher Abschied von „tollen Schülern“
Deutsche Schule Tingleff verabschiedete 14 Neunt- und 7 Zehntklässler / Amüsantes und Persönliches bei Entlassungsfeier
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| Herzlicher Abschied: Betty Weinschenck bekam ein Sondergeschenk von ihrer Neunten. Foto: Friedrich Hartung |  |
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Es wurde die Entlassungsfeier der Doppel- und Mehrfachrollen, als die Deutsche Schule Tingleff Neunt- und Zehntklässler verabschiedete. Käthe Nissen verabschiedete sich als Schulleiterin, Lehrerin und Mutter von Camma von den Schülern, Kirstin Kristoffersen als Pastorin und Mutter, und auch Lehrer nahmen in Doppelfunktion Abschied von den Schülern.
Käthe Nissen lobte den Zusammenhalt und die Sozialkompetenz der neunten Klasse und bezeichnete auch die zehnte Klasse als „spezielle Klasse im positiven Sinne“. Alle seien zu reifen und selbstbewussten Schülern herangewachsen. Die Zehntklässler hatten allesamt den Realschulabschluss geschafft.
„Ihr habt Glück, dass ihr in der Minderheit aufgewachsen seid. Hier habt ihr euch geborgen gefühlt“, ergänzte die Schulleiterin, die wie Schulvereinsvorsitzender Otto Jensen den Abgangsschülern alles Gute für den weiteren Lebens- und Ausbildungsweg wünschte.
Ein Großteil der Zehntklässler wird auf die Landwirtschaftsschule gehen. „Sie nennen es selbst Gylle-Gymnasium“, bemerkte Käthe Nissen und sorgte für Gelächter.
Für heitere Momente sorgte einmal mehr auch Klassenlehrer Willi Schidlowski. Seine amüsanten, pointenreichen, ironischen, aber stets liebevollen Ansprachen haben fast schon Kultstatus. Seine zehnte Klasse – „alles wieder nur Jungs in testosterongeschwängerter Luft des Klassenzimmers“ – hatte Magisches. Es waren sieben Schüler, merkte Schidlowski an und griff die Zahl sieben auf. Waren es die Siebenschläfer oder doch eher die sieben Weltwunder, waren es die sieben Geißeln der Menschheit oder die sieben Geißlein, fragte der Klassenlehrer und erntete viele Lacher. Kuriositäten und Besonderheiten aus dem Schulalltag – „ein Schüler beantragte ‘Barsel’, weil seine Gans Eier gelegt hatte“, Fotos und auch persönliche Worte und Wünsche schlossen sich an.
Persönlich und wehmütig wurde der Abschied von Betty Weinschenck, Klassenlehrerin der neunten Klasse. Sie habe eine tolle Klasse gehabt, die gut zusammengefunden hatte, initiativreich war und auch einen guten schulischen Einsatz zeigte, sagte Weinschenck sichtlich gerührt. Auch sie ließ mit dem einen und anderen kuriosen Ereignis sowie mit Fotos die gemeinsame Schulzeit Revue passieren.
Lob und Dank an die Lehrer und die Schule brachte Ulrike Petersen als Elternteil vor. Camma Nissen dankte als Schulsprecherin ebenfalls für eine schöne und „unvergessliche Schulzeit mit abwechslungsreichem Unterricht“, und Stellvertreterin Kira richtete ein paar Worte an die Abgangsschüler. Grußworte und Glückwünsche überbrachte auch Niklas Nissen von den jungen SPitzen.
Bevor die Festgemeinde den vom Schulorchester musikalisch umrahmten Abend nach der Zeugnisvergabe mit einem Imbiss ausklingen ließ, richteten sich die beiden Abgangsklassen noch einmal an ihre „Pauker“.
Die neunte Klasse verlieh Diplome an die Lehrer. Von „Energiebündel des Jahres“ bis hin zu „Komiker des Jahres“ war so manches Prädikat dabei. Für die beiden Klassenlehrer gab es von den jeweiligen Klassen ein Extra-Präsent.