Hadersleben/Haderslev - 27. Juli 2012 - von Karin Friedrichsen
Kutter auf Grund gegangen
Anlieger fürchten Ölverschmutzung / Deutscher Bootsbesitzer (46) hat offenbar Land verlassen
 |  |
| Dienstagvormittag lag der Kutter (rechts außen unter dem Kran) an seinem Liegeplatz. Foto: K. Friedrichsen |  |
|
Der etwa 80 Jahre alte Kutter, der seit einigen Jahren im Hafenbecken liegt (wir berichteten), ist am Dienstag oder Mittwoch auf Grund gegangen. Das bestätigten gestern der Hafen- und Überfahrtsleiter der Kommune, Jens Kloster Hedegaard, und der Kommunale Einsatzleiter Niels Quitzau Hansen.
„Inzwischen sieht man nur noch die Masten“, erläuterte Kloster Hedegaard. Die kommunalen Mitarbeiter haben das Schiff, das regelmäßig für Einsätze gesorgt hat, seit geraumer Zeit im Visier. Mittwochabend alarmierten Anlieger den Einsatzleiter, weil eine Ölverschmutzung befürchtet wurde. „Es ist gegenwärtig nicht mehr Öl im Hafenbecken als sonst. Aber wenn sich sich Ölreste und Algen vermischen, kann leicht der Eindruck vermittelt werden, es handele sich um eine Verunreinigung“, so Quitzau Hansen. Der Tank sei leer. Gehoben werden müsse der Kutter trotzdem. Wie es zu dem Untergang hatte kommen können, ist unklar. Bisherige Versuche, mit dem Besitzer, einem 46-jährigen Deutschen, in Verbindung zu treten, seien gescheitert:
Von der Polizei wisse er, dass der Mann nach Deutschland zurückgegangen ist. Seinen Wohnsitz kenne man nicht, berichtete Hedegaard Kloster, der seinen Kollegen aus der Rechtsabteilung die weitere Handhabung des Falles überlässt. Der ehemals in Vejle wohnhafte Besitzer habe das Schiff gekauft, so Hedegaard Kloster, um es zu renovieren. Den Liegeplatz habe er ordnungsgemäß bezahlt. Die Bergung könne, so der Hafen- und Überfahrtsleiter, leicht mit 60.000 bis 100.000 Kronen zu Buche schlagen.