Hadersleben/Haderslev - 02. Juli 2012 - von Karin Friedrichsen
Stimmungsvoller Abschied von einer netten Klasse  |  |
| Gruppenfoto mit Klassenlehrerin Birgit Mørck Foto: Karin Riggelsen |  |
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| Rektor Phillipp Rogge begrüßte die vielen Gäste in der Turnhalle der Schule. Foto: Karin Riggelsen |  |
| „Eine nette Klasse. Wir sind gut zurechtgekommen. Differenzen gibt es immer. Das kommt in den besten Familien vor“, verriet Birgit Mørck, Minuten bevor ihre Abgangsschüler Einzug hielten in die Turnhalle der Deutschen Schule Hadersleben (DSH). Die Abschlussfeier für die Neuntklässler war gut besucht. Schulleiter Phillipp Rogge freute sich in seiner Begrüßungsansprache darüber, dass außer Eltern, Schülern, Kollegium, Schulvorstand und Freunden der Schule auch Vertreter der Patenschaft Pinneberg als Zeichen ihrer Verbundenheit teilnahmen. Christa Wiebe, Vorsitzende des schleswig-holsteinischen Heimatbundes, sprach Grußworte und brachte der Abgangsklasse einen inhaltsschweren Umschlag mit. Kreispräsident Burkhard Thiemann feierte gleich zwei Jubiläen: Die stimmungsvolle Feier am Mittwoch war seine zehnte! Außerdem wird diesjährig das 60-jährige Bestehen der Patenschaft gefeiert: „Ich habe hier viele Freunde gefunden“, so der Kreispräsident, der ein Buchpräsent überreichte. Die letzten zehn Jahre ließ die Klassenlehrerin anhand einer Power-Point-Show Revue passieren. In ihrer Abschiedsrede richtete Birgit Mørck persönliche Worte an ihre 18 Schüler. Drei Jahre waren Lehrerin und Schüler ein eingespieltes Team. Die Zusammenarbeit gipfelte in die Klassenreise nach Italien und die Prüfungen. Mørck zitierte die Dichter Matthias Claudius und H. C. Andersen. „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen“, sagte sie und erinnerte u. a. an die Italien-Fahrt, die sie im übertragenen Sinne auch als Lebensreise bezeichnete. 24 Stunden mit dem Bus nach Cesenatico an der Adria hatten dann auch an den Kräften gezerrt. „Es war es wert“, so euer Fazit auf der Rückreise. Ich hoffe, die Reise bleibt euch in fantastischer Erinnerung“, wünschte Mørck alles Gute für die Zukunft, und dass die Schüler nicht, wie es in Venedig der Fall war, irgendwann im Regen stehen, sondern Sonnenschein à la Cesenatico erfahren. Das Ausbildungsziel stets vor Augen habe den Prüfungsstress und die drei Fs, Freude, Feiern und Faulenzen, verdrängt und den drei Ws, Wissen, Wissbegierde und Wachheit, Platz gemacht. Das verdeutlichte sich auch bei der Zeugnisausgabe, wo Schulleiter Rogge einen Notendurchschnitt von 7,435 vermerken konnte. „Damit liegen wir im sehr guten Durchschnitt“, so Rogge. Die Abgangsschüler wechseln nach den Ferien zum Großteil an die Zehnte-Klasse am Christiansfelderweg. Etliche gehen auch an das deutsche Gymnasium und an Nachschulen. Drei Schülerinnen werden sich ein Jahr in den Vereinigten Staaten aufhalten. Die Jugendlichen hatten ihr Adieu gut vorbereitet. Sie ernteten Riesenapplaus für ihren Film, und Nanna Bargmann Meyer und Kira Katharine Schmidt hielten eine Ansprache. „Wir verabschieden uns mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Sind froh, dass wir es hinter uns haben. Aber wir werden uns gegenseitig vermissen“, so Schul- und Klassensprecher Lukas Menke. Henriette Hindrichsen, Vorsitzende des Schulvorstandes, wies in ihrer Grußansprache, wie es auch schon Rogge vor ihr getan hatte, auf einen Artikel in einer pädagogischen Zeitschrift hin, demzufolge Zweisprachigkeit die Gehirnaktivität und somit die Intelligenz schärfe. Rogge richtete zum Abschluss auch einen Dank an Stellvertreterin Maria Harbo, die gemeinsam mit Klassenlehrern das musikalische Rahmenprogramm gestaltete. |